Verkehrswirtschaft

Verkehrsverbände warnen vor Krise und fordern Entlastungen

Mehrere Bundesverbände der Verkehrswirtschaft schlagen in einem offenen Brief an den Bundeskanzler Alarm: Steigende Energiepreise und regulatorischer Druck setzen Unternehmen massiv unter Stress. Trotz zuletzt angekündigter politischer Maßnahmen bleibt aus Sicht der Branchenvertreter noch Handlungsbedarf.

Taxis stehen in einer Reihe und warten auf Fahrgäste

Verkehrsverbände fordern angesichts steigender Energie- und Kraftstoffkosten politische Entlastungen für die Branche.

Die Lage in der deutschen Verkehrs- und Logistikbranche hat sich nach Einschätzung mehrerer Verbände deutlich zugespitzt. In einem offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz warnen sechs Bundesverbände vor einer „existenzbedrohenden Krise“ im Güter-, Personen- und Logistikverkehr. Sie fordern kurzfristige Entlastungen. Als Gründe nennen sie stark gestiegene Kraftstoffpreise, hohen Wettbewerbsdruck und zunehmende Liquiditätsprobleme. Die Fuhrgewerbe-Innung Berlin-Brandenburg unterstützt die Forderungen und hat sich zusätzlich an die Landesregierungen gewandt.

Rückenwind erhalten die Forderungen aus der Wirtschaft: Laut DIHK sehen sich viele Unternehmen durch hohe Energiepreise und regulatorische Belastungen zunehmend unter Druck – rund 60 Prozent der größeren Betriebe planen laut Energiewendebarometer ihre Produktion einzuschränken oder zu verlagern. Neben Entscheidungen auf Bundesebene bleibt auch die Landespolitik gefordert, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen und Unternehmen vor Ort zu entlasten, forderte zuletzt auch die IHK Berlin.