Luftverkehr

Ryanair kündigt harte Einschnitte am BER an

Die Fluggesellschaft Ryanair will ihre Basis am Flughafen BER aus Kostengründen schließen. Berlin werde zwar noch angeflogen, jedoch mit außerhalb von Deutschland stationierten Flugzeugen. Die Zahl der Flüge soll zum Winter um rund die Hälfte reduziert werden. Airline-Vorstandschef Eddie Wilson begründete dies mit Kostengründen. Aus Sicht der Berliner Wirtschaft ist das ein herber Schlag für den Luftverkehrsstandort.

Glasfront des Flughafen Berlin Brandenburg

Ab Oktober 2026 will die irische Fluggesellschaft ihre Flüge vom und zum BER um 50 Prozent verringern.

Diese Entscheidung sei ein herber Schlag für den Luftverkehrsstandort Berlin, kommentierte IHK-Vizepräsident Robert Rückel die Entscheidung, Konnektivität sei eine Grundvoraussetzung für die Wirtschaft. Auch die IHK Berlin hat mehrfach die im internationalen Vergleich hohen Kosten am Luftverkehrsstandort Deutschland kritisiert. „Wichtig ist jetzt, den Rückzug der einen Airline durch andere Anbieter zu kompensieren. Das geht aber nur mit attraktiven Rahmenbedingungen: 

 

Robert Rückel, Vizepräsident der IHK Berlin und Geschäftsführer des Deutschen Spionagemuseums
Wir fordern seit Jahren, den BER besser an internationale Ziele und Märkte anzubinden und die Wettbewerbsfähigkeit des Luftverkehrsstandorts Deutschland insgesamt zu verbessern.“
Robert Rückel Vizepräsident der IHK Berlin

„Aus der angekündigten Senkung der Luftverkehrssteuer muss deshalb eine Streichung der Steuer werden und die Luftsicherheits- und Flugsicherungsgebühren sollten sich am europäischen Durchschnitt orientieren. Wir hoffen, dass die aktuellen Ereignisse die Bundesregierung endlich zum Umdenken und Handeln bewegen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts nicht weiter zu gefährden.“