Konjunktur

Konjunktur unter Druck: Risiken durch Iran-Krieg wachsen

Die Bundesregierung senkt ihre Konjunkturprognose deutlich. Gleichzeitig belasten Krieg im Nahen Osten und die steigenden Energiepreise die wirtschaftlichen Aussichten. Im Berliner Handwerk macht sich die Situation bereits bemerkbar, Aufträge und Umsätze gehen zurück.

Zu sehen ist eine statistische Trendkurve auf einem Blatt Papier.

Steigende Energiepreise und Unsicherheiten bei der Versorgung setzen der Wirtschaft zu.

Die Bundesregierung hat ihre Konjunkturprognose für 2026 deutlich nach unten korrigiert und erwartet nur noch ein Wachstum von 0,5 Prozent. Hintergrund sind unter anderem die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges, die sich über steigende Energiepreise und mögliche Versorgungsengpässe – etwa beim Kerosin – auf zentrale Branchen auswirken könnten. Die Lufthansa reagierte bereits auf den prognostizierten Kerosinmangel und stellt den Betrieb der Tochtergesellschaft Cityline komplett ein. Damit streicht das Unternehmen bis Oktober rund 20.000 Flüge, um dadurch etwa 40 t des Treibstoffs einzusparen. Seit beginn des Krieges habe sich der Kerosinpreis bereits verdoppelt.

Bereits jetzt zeigt sich die angespannte Lage in einzelnen Branchen deutlich: Im Berliner Handwerk bleibt die Frühjahrsbelebung aus, Aufträge und Umsätze gehen zurück, während Kosten weiter steigen. Viele Betriebe verschieben Investitionen und halten sich bei Neueinstellungen zurück. Gleichzeitig warnen Branchenvertreter vor zusätzlichen Risiken durch mögliche Engpässe bei Energie und Vorprodukten, die die wirtschaftliche Entwicklung weiter belasten könnten. Die IHK Berlin erhebt aktuell im Rahmen ihrer Frühjahrskonjunkturumfrage Daten zur Geschäftslage, deren Ergebnisse im Mai erwartet werden.

Zwischen steigenden Kosten und befürchtetem Kerosinmangel: Wie der Iran-Krieg die Berliner Wirtschaft unter Druck setzt
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Aaron Baumgart
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