Energiepreise

Iran-Krieg: Berliner Wirtschaft fordert Entlastungen bei Energie und Steuern

Angesichts der enorm gestiegenen Energie- und Kraftstoffpreise sieht die IHK Berlin dringenden Handlungsbedarf. Der wirksamste Hebel seien strukturelle Entlastungen, wie eine vorübergehende Absenkung der Energiesteuern auf das EU-Mindestniveau sowie eine dauerhafte Senkung der Stromsteuer für alle Unternehmen.

Zu sehen ist ein Mann, welcher einen Lkw betankt.

Unternehmen sind auf bezahlbare Kraftstoffe für Transport und Mobilität angewiesen

Da mehr als die Hälfte des Kraftstoffpreises auf Steuern und Abgaben zurückzuführen ist, liegt hier laut der IHK Berlin auch der entscheidende Hebel für Entlastungen. Die Bundesregierung müsse schnell handeln, betont IHK-Hauptgeschäftsführerin Manja Schreiner. Dabei brauche es keine punktuellen Eingriffe in die Preispolitik oder selektive Zuschüsse, sondern strukturelle Entlastungen beim Energiepreis. 

Von der Bundespolitik fordert die IHK Berlin daher das Senken der Energiesteuern für Diesel, Benzin, Gas und Heizöl vorübergehend auf EU-Mindestniveau. Darüber hinaus solle die Stromsteuer für alle Unternehmen dauerhaft auf das EU-Mindestniveau gesenkt werden. 

Ergänzend brauche es auf Landesebene bessere Rahmenbedingungen. Dazu zählten Bürokratieabbau, eine zügige Verwaltungsreform, notwendige Investitionen in Infrastruktur und Mobilität sowie der Verzicht auf zusätzliche Abgaben wie die Ausbildungsplatzabgabe. Berlin brauche jetzt eine klare Standortpolitik, die Wachstum ermöglicht, statt zusätzliche Belastungen zu schaffen.