Strafabgabe für alle Berliner Unternehmen droht!

Ab 2027 droht die Ausbildungsplatzabgabe.

Das Gesetz würde jedes Unternehmen zusätzlich belasten ohne die eigentlichen Probleme auf dem Ausbildungsmarkt zu lösen. Statt mehr Ausbildung drohen mehr Bürokratie, Klagen und Unsicherheit.

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Revel8 probt die Zukunft der Cyberabwehr

Im digitalen Zeitalter sind Daten das neue Gold und ein begehrtes Angriffsziel für Cyberkriminelle. Das Berliner Start-up Revel8 hat es sich zur Aufgabe gemacht, Unternehmen vor Deepfake-Attacken zu schützen.

Viele Mitarbeitende kennen es: Pflichtschulungen zur IT-Sicherheit, bei denen sie Videos durchklicken oder Quizfragen beantworten müssen, um eine Zertifizierung zu bekommen. Oft enden diese E-Learnings ohne nachhaltigen Lernerfolg und mit dem Gedanken: Wird schon nichts passieren.

Theorie ist bei Cybersicherheit nicht gleich Praxis

Genau da setzt das Berliner Start-up Revel8 an. Es entwickelt KI-basierte Trainingsmethoden, die Pflichtkurse ersetzen sollen. Dabei steht eine Idee im Mittelpunkt, die an Musikstreaming erinnert: eine persönliche Playlist aus Cyberangriffen für jeden Mitarbeitenden. Ihr Ziel ist es, Menschen in Unternehmen fit zu machen für reale Angriffe. Statt langweiliger E-Learning-Videos oder Compliance-Schulungen bekommen Mitarbeitende über das Jahr verteilt simulierte Angriffe zugespielt, per E-Mail, Telefon oder sogar als Videokonferenz. Fällt der Mitarbeitende darauf rein, folgt eine direkte Erklärung.

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Ein Blick auf die reale Bedrohung hinter Cybercrime

Hinter der Idee stecken die beiden Gründer und Co-CEOs Julius Muth und Tom Müller sowie CTO Robert Seilbeck. Im Jahr 2024 gründeten sie Revel8 nach gemeinsamer Zeit bei Celonis. Muth interessiert sich schön länger für Cybercrime-Fälle. „Der Stuxnet-Virus, der die iranische Atomforschung lahmlegte, ist ein Lehrstück in Sachen Cyberangriff“, erzählt er. „Viele Cybercrime-Scams sind sehr intelligent und durchdacht aufgebaut. Das fasziniert mich.“

Drei Männer in dunkelblauen T-Shirts mit weißem "revel8"-Logo sitzen in einem modernen Innenraum mit Glasfenstern und gelben Wimpelketten.

Co-CEOs Julius Muth und Tom Müller sowie CTO Robert Seilbeck, Gründer von Revel8

Aller Anfang ist schwer – auch für Revel8

So klar wie Muths Interesse an Cybercrime war die Idee zu Revel8 anfänglich nicht. Das Team schickte zuvor 100 Anfragen mit verschiedenen Start-up-Ideen an kleine Anwaltskanzleien, Architekturbüros und ähnliche Firmen raus. Die Antwortquote nutzten sie dann, um ihre Idee auf Relevanz zu überprüfen. „Auf unsere ersten Ideen gab es kaum Rückmeldungen, sodass wir sie in die Tonne geworfen haben“, erzählt Julius Muth. Als sie ihre Lösung im Bereich Cybersecurity anboten, zeigten mehrere Unternehmen Interesse, und eine Münchener Kanzlei kaufte eine erste Version. 

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Cybersecurity mit Präzision

Das System bei Revel8 beruht auf hoch entwickelten KI-Modellen. Sie klonen Stimmen, verstehen Gespräche und reagieren in Echtzeit. So schnell, dass der Mensch kaum merkt, dass es eine Simulation ist. Am Berliner KI-Campus entwickelt das Team gemeinsam mit internationalen Fachleuten seine Modelle weiter und bekommt so selbst anspruchsvolle Deepfake-Szenarien in den Griff. 

Revel8: kleine Firma, große Ambitionen

Mittlerweile umfasst das Team knapp 15 feste Mitarbeiter plus Praktikanten. Dieses Jahr soll der Lizenzumsatz eine Mio. Euro übersteigen, im nächsten soll sich der Wert verdreifachen. Das Produkt ist damit längst mehr als eine Idee. Und die Zeiten, in denen Cybersecurity nur Pflichtprogramm war, sind vorbei. Wer lernt, Gefahren früh zu erkennen, ist einen Schritt voraus.

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