Strafabgabe für alle Berliner Unternehmen droht!

Ab 2027 droht die Ausbildungsplatzabgabe.

Das Gesetz würde jedes Unternehmen zusätzlich belasten ohne die eigentlichen Probleme auf dem Ausbildungsmarkt zu lösen. Statt mehr Ausbildung drohen mehr Bürokratie, Klagen und Unsicherheit.

Wirtschaftliche Lage in Berlin & Brandenburg

Konjunktur zum Jahresbeginn 2026: Wirtschaft tritt auf der Stelle

Die aktuellen Zahlen des Konjunkturberichtes der Berliner und Brandenburger Industrie- und Handelskammern legen die strukturelle Krise offen. Die Unternehmen bewerten die Geschäftslage skeptisch und sehen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen als das größte Risiko. Die seit über drei Jahren andauernde Schwächephase dauert damit länger als alle Wachstumsdellen der vergangenen zwei Jahrzehnte.

Grafische Darstellung der erwarteten Geschäftslage

Kein Aufschwung in Sicht: Die Unternehmen der Hauptstadtregion bewerten die Geschäftslage skeptisch

Die befragten Unternehmen sehen wenig Grund zum Optimismus: Zu Jahresbeginn verbessert sich die Geschäftslage geringfügig. Dennoch zeigt sich in keinem Wirtschaftszweig ein stabiler positiver Trend. In Berlin treiben vor allem größere Industrieunternehmen den Lageindikator nach oben, die Exporte steigen wieder. Handel und Gastgewerbe leiden jedoch unter der mangelnden Konsumfreude der Kundinnen und Kunden. Wegen der erstmals rückläufigen Gästezahlen bleibt der wirtschaftliche Impuls des Tourismus aus.

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Wirtschaft braucht politische Impulse

Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin IHK Berlin: „Wir reden hier von einer langanhaltenden konjunkturellen und strukturellen Wirtschaftsschwäche. In dieser Situation muss Politik alles tun, um Wirtschaft zu stärken. Und erst recht alles unterlassen, was zusätzlich belastet. Das heißt an erster Stelle auf die Ausbildungsplatzabgabe verzichten und Debatten um Enteignungen oder Vergesellschaftungen abbinden. Denn nur florierende und wachsende Unternehmen schaffen Arbeitsplätze und sorgen für Steuereinnahmen.“

Grafische Darstellung Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung Berlin-Brandenburg

Die befragten Unternehmen stuften die Risiken für die Geschäftsentwicklung ein

Befragt nach den größten Risiken für die geschäftliche Entwicklung landen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen erneut auf Platz 1. Für zwei Drittel der Unternehmen sind Bürokratie, lange Genehmigungsverfahren und steuerliche Belastungen das größte Geschäftsrisiko, gefolgt von hohen Arbeitskosten und dem schwachen Inlandsabsatz. Der Fachkräftemangel, vor zwei Jahren noch das größte Risiko aus Sicht der Firmen, rangiert mittlerweile auf dem vierten Platz mit 43 Prozent.