Strafabgabe für alle Berliner Unternehmen droht!

Ab 2027 droht die Ausbildungsplatzabgabe.

Das Gesetz würde jedes Unternehmen zusätzlich belasten ohne die eigentlichen Probleme auf dem Ausbildungsmarkt zu lösen. Statt mehr Ausbildung drohen mehr Bürokratie, Klagen und Unsicherheit.

Mehr als 1.000 Unternehmen noch ohne Strom

Stromausfall in Berlin: So reagieren betroffene Unternehmen

Schäden in Millionenhöhe – Wirtschaftsvertreter sehen Infrastruktur nicht ausreichend geschützt. Betroffene Unternehmen versuchen, den Schaden zu begrenzen und Sicherheit zu gewährleisten.

Nächtliches Panorama einer Straße in Steglitz-Zehlendorf im Winter

Betriebe stehen still: Im Südwesten Berlins sind zahlreiche Unternehmen vom Anschlag auf das Stromnetz betroffen

Produktionsstillstand, geschlossene Filialen, wachsende Unsicherheit: Der Jahresauftakt gerät für zahlreiche Berliner Unternehmen zur Belastungsprobe. Ein großflächiger Stromausfall in Berlin, genauer gesagt in den Stadtteilen Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde bringt seit den frühen Morgenstunden des 3. Januar Betriebe zum Erliegen – mit spürbaren Folgen für Umsätze und Lieferketten. 

„Der Schaden wird in die Millionen gehen. Entscheidend ist, dass im Ernstfall Strom, Wärme und Daten schnell wieder verfügbar sind, sonst geraten Wertschöpfung, Wettbewerbsfähigkeit und damit der gesamte Wirtschaftsstandort Berlin als zentraler Standortfaktor nachhaltig unter Druck“, so Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin der IHK Berlin.

Unternehmen fordern besseren Schutz der Infrastruktur

Aus Sicht von Schreiner brauche es jetzt einen belastbaren Schutzplan für die kritische Infrastruktur: „Klare Verantwortlichkeiten, verpflichtende Risiko- und Resilienzchecks, schnellere Investitionen in Redundanzen sowie eine verlässliche Notfall-Kommunikation zwischen Behörden und Unternehmen.“

 

Entscheidend ist, dass im Ernstfall Strom, Wärme und Daten schnell wieder verfügbar sind, sonst geraten Wertschöpfung, Wettbewerbsfähigkeit und damit der gesamte Wirtschaftsstandort Berlin als zentraler Standortfaktor nachhaltig unter Druck.“
Manja Schreiner IHK-Hauptgeschäftsführerin

Aldi transportiert verderbliche Lebensmittel aus geschlossenen Filialen ab

Rund 30.000 Haushalte und rund 1.200 Unternehmen sind seit dem Stromausfall noch nicht wieder am Netz. Neben kleinen Betrieben gehören auch große Lebensmittelhändler wie die Aldi Nord Gruppe zu den Betroffenen Unternehmen. „Drei Aldi Nord Filialen bleiben auch weiterhin geschlossen“, so Pressesprecher Dennis Willhardt.  

Noch ist ungewiss, wie hoch die Verluste durch den Stromausfall in Berlin sind. Zumindest der Schaden an den Lebensmitteln konnte minimiert werden. „Noch am Samstag haben wir in allen betroffenen Filialen verderbliche Ware an unseren Logistikstandort in Großbeeren zurückgeführt.“ Der Betreiber Stromnetz Berlin geht davon aus, dass alle betroffenen Haushalte und Betriebe erst am Donnerstag wieder mit Strom versorgt werden können. 

Produktion in der Goerzallee steht still

Zu den betroffenen Unternehmen zählt auch die Assa Abloy Sicherheitstechnik GmbH, am Standort Goerzallee in Steglitz steht das Werk nach wie vor still. Aktuell konzentriere man dich auf die konsequente Umsetzung etablierter Notfallprozesse, teilt ein Pressesprecher mit: „Wo möglich, arbeiten Mitarbeitende mobil; produktionsnahe Teams sind entsprechend organisiert.“ Parallel würden alle erforderlichen technischen und organisatorischen Maßnahmen getroffen, um den Betrieb und insbesondere die Produktion so schnell wie möglich wieder aufnehmen zu können, sobald die Stromversorgung stabil verfügbar sei. „Die Sicherheit der Mitarbeitenden hat dabei höchste Priorität.“ 

Produktionswerk von Assa Abloy in Steglitz bei Sonnenschein

Assa Abloy hat mehrere internationale Standorte – das Werk in der Goerzallee steht aktuell noch still

Konkrete Hilfe für Unternehmen

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) bietet unkomplizierte Unterstützung in Form von Büroflächen an. Betroffene Mitgliedsunternehmen können sich an der Rezeption der IHK-Workingspaces melden. Diese befinden sich im zweiten Stock des Ludwig-Erhard-Hauses in Charlottenburg und bieten neben einzelnen Arbeitsplätzen auch großflächige Büros. Der Preis beträgt die Hälfte der Kosten für einen Tagespass (Normaltarif 25 – 30 Euro). 

Kontaktdaten:  
ST3AM Charlottenburg  
WISTA Management GmbH 
Fasanenstraße 85, 10623 Berlin 

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Nach dem großflächigen Stromausfall im Südwesten Berlins stellen zahlreiche Hotels kurzfristig vergünstigte Zimmer für Betroffene zur Verfügung, um zumindest zeitweise aus der Kälte herauszukommen und Versorgungssicherheit zu bieten. Auch die BIO COMPANY zeigt sich solidarisch und bietet Unterstützung für Anwohnerinnen und Anwohner.

Welche Lehren lassen sich aus dem Stromausfall im Südosten Berlins im September ziehen? Der Black-out war nicht zuletzt für die Unternehmen in Adlershof eine Katastrophe. Auch vor dem Hintergrund des neuerlichen mutmaßlichen Brandanschlags im Januar 2026 bleibt ein besserer Schutz der Infrastruktur oberste Priorität.