Strafabgabe für alle Berliner Unternehmen droht!

Ab 2027 droht die Ausbildungsplatzabgabe.

Das Gesetz würde jedes Unternehmen zusätzlich belasten ohne die eigentlichen Probleme auf dem Ausbildungsmarkt zu lösen. Statt mehr Ausbildung drohen mehr Bürokratie, Klagen und Unsicherheit.

Wirtschaft & Ehrenamt

IHK und Handwerkskammer würdigen Ehrenamt: Wegner fordert Zuversicht zum Jahresauftakt

Beim Jahresauftakt des Ehrenamtes von IHK Berlin und Handwerkskammer Berlin würdigen Politik und Wirtschaft das gesellschaftliche Engagement ehrenamtlich Tätiger. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner fordert von den Unternehmerinnen und Unternehmern Zuversicht und Optimismus und zeigt sich offen für eine Expo-Bewerbung 2035.

Redepult

IHK Berlin und die Handwerkskammer sagen Danke und würdigen das Ehrenamt zum Jahresauftakt.

Ehrenamtliches Engagement ist eine tragende Säule des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Ob im Sportverein, in der Nachbarschaftshilfe, als Schöffen oder an Schulen: Freiwillige Helferinnen und Helfer leisten tagtäglich einen unverzichtbaren Beitrag. Weniger sichtbar, aber für den Wirtschaftsstandort Berlin ebenso essenziell, ist das Ehrenamt in der Wirtschaft.

Hier engagieren sich zahlreiche Frauen und Männer als Prüferinnen und Prüfer in der Aus- und Weiterbildung, als Sachverständige und Gutachter oder als gewählte Vertreter in Gremien und Fachausschüssen von Industrie- und Handelskammer sowie Handwerkskammer. Ihr Einsatz sichert Qualität, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit.

Empfang im Ludwig Erhard Haus

Um dieses Engagement zu würdigen, luden die IHK Berlin und die Handwerkskammer Berlin am 14. Januar rund 400 Ehrenamtliche zum „Jahresauftakt des Ehrenamtes“ ins Ludwig Erhard Haus ein. Neben Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Kammern nahmen auch Mitglieder des Berliner Senats teil. Zu den anwesenden zählten unter anderen der Regierende Bürgermeister Kai Wegner sowie Bürgermeisterin und Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey.

Der Empfang bot Raum für Austausch über Erfahrungen, Ideen und Herausforderungen im ehrenamtlichen Alltag und für politische Botschaften an die Berliner Wirtschaft.

IHK-Präsident: Ehrenamt hält die Stadt am Laufen

„Ohne ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, würde unsere Stadt an vielen Stellen schlicht nicht funktionieren“, betonte IHK-Präsident Sebastian Stietzel. Gleichzeitig machte er deutlich, dass das starke ehrenamtliche Engagement nicht über strukturelle Defizite hinwegtäuschen dürfe.

Aus Sicht der Wirtschaft brauche Berlin unter anderem eine leistungsfähige und digitalisierte Verwaltung, eine funktionierende Infrastruktur, eine zukunftsorientierte Standortpolitik sowie eine effiziente, international ausgerichtete Fachkräftestrategie.

Handwerkskammer-Präsidentin Carola Zarth unterstrich in diesem Zusammenhang das gemeinsame Ziel beider Kammern, mehr zugewanderte Fachkräfte sowie Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund für ehrenamtliche Aufgaben zu gewinnen.

Wegner: „Wir brauchen Zuversicht und Optimismus“

Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner appellierte an die Unternehmerinnen und Unternehmer, den Blick nach vorn zu richten. „Wir brauchen Zuversicht und Optimismus. Es hilft nichts, alles schlecht zu reden“, sagte Wegner. Der Senat habe bei zentralen Themen Fortschritte erzielt – etwa bei der Verwaltungsreform und im Bildungsbereich.

Zugleich räumte er weiteren Handlungsbedarf ein, unter anderem beim Wohnungsbau und beim Vergaberecht. Diese Herausforderungen würden jedoch aktiv angegangen.

Ein Signal setzte Wegner auch mit Blick auf die internationale Positionierung Berlins: Er zeigte sich offen für eine Bewerbung um die Expo 2035, allerdings nur gemeinsam mit dem Land Brandenburg. Ziel sei die nachhaltige Weiterentwicklung der gesamten Metropolregion.

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