Strafabgabe für alle Berliner Unternehmen droht!

Ab 2027 droht die Ausbildungsplatzabgabe.

Das Gesetz würde jedes Unternehmen zusätzlich belasten ohne die eigentlichen Probleme auf dem Ausbildungsmarkt zu lösen. Statt mehr Ausbildung drohen mehr Bürokratie, Klagen und Unsicherheit.

Ikonisches Kaufhaus in Berlin-Mitte

Lumina bringt lichte Büros in die Friedrichstraße

Die ehemaligen Galeries Lafayette in Berlin-Mitte erleben gerade eine historische Transformation. Eine der Ikonen der Nach-Wende-Jahre, entworfen von Star-Architekt Jean Nouvel, musste sich nach dem Auszug des Ankermieters neu erfinden. Genau 30 Jahre nach der Eröffnung der ersten ausländischen Dependance des französischen Kaufhauses und inmitten des laufenden Umbaus bekam die Berliner Wirtschaft einen exklusiven Blick hinter die Kulissen.

Visualisierung des Gebäudes nach Fertigstellung mit Aussicht auf die Dachterrasse und Blick auf Berlin

Blick über Berlin-Mitte: Die Dachterrasse des Gebäudes soll Treffpunkt für die Mieter sein

  • Aus dem Quartier 207 in der Friedrichstraße wird Lumina
  • Statt eines Kaufhauses oder einer Bibliothek setzt der Eigentümer Tishman Speyer auf moderne Büros
  • Dank einer hohen Aufenthaltsqualität sollen Mitarbeitende der mietenden Unternehmen aus dem Homeoffice ins Büro gelockt werden

Vom Kaufhaus zur Büro-Ikone

Als das Immobilienunternehmen Tishman Speyer das Quartier 207 in der Berliner Friedrichstraße erwarb, stellten sowohl Geschichte als auch Zukunft des Objekts eine Herausforderung dar. Die Öffentlichkeit verfolgte seit der Wiedervereinigung den Aufstieg der zentralen Geschäftsstraße und ihrer prägenden Quartiere, über Insolvenzen, Verkehrsversuche bis zur endgültigen Schließung der Galeries Lafayette im Sommer 2024.

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Zwischenzeitlich präsentierte der damalige Kultursenator Joe Chialo eine unkonventionelle Idee, wie die Immobilie, immerhin eine Architektur-Ikone mit internationaler Strahlkraft, als neuer Standort der Zentral- und Landesbibliothek ein Comeback feiern sollte. Die politische Debatte wog, es wurde viel über die Sinnhaftigkeit, die Kosten für die öffentliche Hand und konkurrierende Standorte diskutiert – aktuell ist die Galeria-Filiale am Alexanderplatz noch im Rennen. Auffällig war dabei nur, dass der Eigentümer, Tishman Speyer, sich kaum äußerte. Frühzeitig verkündete das US-Unternehmen, die Immobilie wird zu Büros umgebaut und hielt unbeirrt am Plan fest.

Mit Luxus aus dem Home-Office locken

Während vielerorts von wachsendem Leerstand von Büros an vielen Berliner Standorten die Rede ist, gibt sich Johannes Schmarje, Managing Director von Tishman Speyer entspannt: Moderne Büroflächen auf höchsten Nachhaltigkeitsstandard in zentraler Lage kriegt man problemlos vermietet. Die entscheidende Frage ist: Wie lockt man Mitarbeitende aus dem Home-Office ins Büro? Durch Qualität, Gemeinschaftsflächen, in den man sich gerne aufhält, und… eine Fahrradrampe! Mehrmals fällt während des Rundgangs der Hinweis, dass die Möglichkeit einer direkten Zufahrt zur Tiefgarage mit dem Rad ein wichtiges Argument ist – ähnlich wie im Forum an der Museumsinsel oder beim Center am Potsdamer Platz

Visualisierung des zukünftigen Innenraums von Lumina mit einem Lichtkegel in der Mitte und Aufenthaltsflächen drumherum

Der zentrale Lichtkegel von Jean Nouvel wird umgedreht und vergrößert

Statt also auf maximale Effizienz bei der Flächenvermarktung zu setzen, entschied sich Tishman Speyer, beim Umbau noch stärker den ikonischen Charakter des Gebäudes in den Fokus zu rücken. Der zentrale Lichtkegel im Inneren wird nicht nur erhalten, sondern auf den Kopf gestellt und erweitert: Sonnenlicht strömt durch eine kreisförmige, 25 Meter große Öffnung nach innen, 40 Meter tief. Die bisher ungenutzten Dachflächen werden aktiviert, damit die Beschäftigten der Mieter (bisher bekannt: BMG) den Sonnenuntergang mit Blick über Berlin genießen können.

Lumina
40.180
Quadratmeter
Mietfläche hat das gesamte Objekt, verteilt auf sieben Etagen und zwei Untergeschosse
Lumina
29.400
Quadratmeter
sind zukünftig für Büronutzungen vorgesehen, Fertigstellung: Frühjahr 2027
Lumina
7.900
Quadratmeter
bleiben für Handel und Gastronomie übrig, etwa ein Drittel weniger als vor dem Umbau