Strafabgabe für alle Berliner Unternehmen droht!

Ab 2027 droht die Ausbildungsplatzabgabe.

Das Gesetz würde jedes Unternehmen zusätzlich belasten ohne die eigentlichen Probleme auf dem Ausbildungsmarkt zu lösen. Statt mehr Ausbildung drohen mehr Bürokratie, Klagen und Unsicherheit.

Zukunftsprojekte

Internationale Best Practice: 10 Beispiele für nachhaltige Stadtentwicklung

Stadtentwicklung muss heute viele Probleme gleichzeitig lösen. Zehn Projekte weltweit zeigen, wie Städte Klima, Mobilität und Lebensqualität gleichzeitig verbessern – mit inspirierenden Ideen, die auch für Berlin spannend sind.

Erfahren Sie mehr zu innovativen Stadtentwicklungsprojekten aus Sevilla, Paris, Rotterdam, Tallinn, Singapur, San Francisco, Medellín, Susono, Stockholm und Thessaloniki (Beschreibung weiter unten).

1. Metropol Parasol, Sevilla (Spanien)

Der Metropol Parasol ist das größte Holzbauwerk der Welt und ragt wie ein Pilz aus dem Boden des Marktplatzes in Sevilla empor. Auf seinen fünf Ebenen befinden sich Restaurants, Geschäfte und eine Aussichtsplattform. Gleichzeitig spendet die Konstruktion an heißen Tagen Schatten. 

2. Olympisches Dorf 2024, Paris (Frankreich)

Das Olympische Dorf in Paris wurde von Beginn an so geplant, dass es nach den Spielen nicht zur teuren „Event-Ruine“ wird. Die ersten Bewohnerinnen und Bewohner sind bereits in die 6.000 neuen Wohnungen eingezogen. Neben großzügigen Gewerbeflächen wurden sechs Hektar Parks und Gärten angelegt, um eine klimaresiliente Bebauung zu gewährleisten.

3. Floating Office Rotterdam, Rotterdam (Niederlande)

Das schwimmende Büro im Rijnhaven von Rotterdam ist mehr als nur eine architektonische Show. Um den CO2-Verbrauch so gering wie möglich zu halten, wurde es als „Plus-Energiehaus“ errichtet und 2021 eröffnet. Dank einer eigenen Solar-Energiequelle und eines wasserbasierten Wärmeaustauschsystems kann es sich zeitweise autark versorgen. 

4. Telliskivi Creative City, Tallinn (Estland)

In einem ehemaligen Industriekomplex in Estlands Hauptstadt entsteht seit 2007 schrittweise die Telliskivi Creative City. Neben dem Fotografiska Museum beherbergt es mehr als 300 Unternehmen, Galerien, Geschäfte und Start-ups. 

5. Punggol Digital District, Singapur

Der Punggol Digital District ist ein gemischter Innovationsstandort. Hier treffen seit 2024 ein Universitätscampus mit Forschungseinrichtungen auf hochmoderne Arbeitsplätze, Wohnungen und Einkaufsmöglichkeiten. Gleichzeitig setzt Punggol auf einen „Living-Lab“-Ansatz: Erforschte Technologien werden von der Bevölkerung ausgetestet

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6. Presidio Tunnel Tops, San Francisco (USA)

Beim Projekt „Presidio Tunnel Tops“ in San Francisco wurde ein Park auf bereits existierende Autobahntunnel gesetzt – so entsteht eine Kombination aus Infrastrukturreparatur, Aufenthaltsqualität und kostenfrei zugänglichem Grünraum.

7. Metrocable Medellín, Medellín (Kolumbien)

Die Seilbahnanlagen von Medellín sind das weltweit größte Seilbahnsystem. Sie gelten als Paradebeispiel für innovative Mobilität in Verbindung mit sozial nachhaltiger Stadtplanung. Seit 2004 verbinden die Strecken die an den Hängen gelegenen Siedlungen mit der Stadt und verbessern so den Zugang zu Bildung, Arbeit und medizinischer Versorgung.

8. Toyota Woven City, Susono (Japan)

Auch die Woven City („Gewebte Stadt“) in der Nähe des Fuji ist als lebendiges Labor konzipiert. Technologien wie autonome Mobilität, Robotik und KI sollen dort nicht nur im Labor, sondern auch im Alltag funktionieren. In der Gemeinschaft leben Forscherinnen und Forscher, die sich regelmäßig mit der Bevölkerung austauschen.

9. Hammarby Sjöstad, Stockholm (Schweden)

Der Stockholmer Stadtteil Hammarby Sjöstad gilt inzwischen als Lehrbuchbeispiel für integrierte Stadtentwicklung. Aus einer Industriebrache ist seit Mitte der 1990er-Jahre ein Quartier entstanden, in dem Energie, Wasser, Abfall und Mobilität als zusammenhängendes System organisiert sind. Zur hohen Lebensqualität tragen ein kostenloser ÖPNV und der starke Ausbau von Grünflächen bei.

10. Metro Thessaloniki, Thessaloniki, Griechenland

Der erste Spatenstich für die Metro Thessaloniki erfolgte bereits 1987, doch das Projekt galt lange als politische Lachnummer. Hinter den Verzögerungen steckten jedoch archäologische Funde, die immer wieder bei den Bauarbeiten entdeckt wurden. Anstatt die Stationen zu verlegen, wurden die Artefakte in die Bahnhöfe integriert. Die Metro selbst ist mit ihren autonomen Zügen zukunftstechnisch orientiert und wurde 2024 offiziell fertiggestellt.