Strafabgabe für alle Berliner Unternehmen droht!

Ab 2027 droht die Ausbildungsplatzabgabe.

Das Gesetz würde jedes Unternehmen zusätzlich belasten ohne die eigentlichen Probleme auf dem Ausbildungsmarkt zu lösen. Statt mehr Ausbildung drohen mehr Bürokratie, Klagen und Unsicherheit.

EXPO 2035

Zeit für Berlin, Farbe zu bekennen: Trump will die Expo 2035 nach Miami holen

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, Miami als Austragungsort der Expo 2035 ins Rennen zu schicken. Damit steht Berlin einem starken internationalen Konkurrenten gegenüber, der zudem auf die volle Unterstützung der US-Regierung bauen kann. Diese doch überraschende Meldung belebt die Berliner Bewerbungsdebatte und erhöht den Druck auf den Senat, schnellstmöglich Position zu beziehen und den Bund ins Boot zu holen.

Gemeinsam für Berlin: IHK-Präsident Sebastian Stietzel, Berlin-Partner-Chef Stefan Franzke und Daniel-Jan Girl wollen die Expo 2035 nach Berlin holen.

US-Präsident Donald Trump hat die Stadt Miami offiziell als Kandidat für die Expo 2035 vorgestellt. Auf seiner Plattform Truth Social bezeichnete er die Weltausstellung als den nächsten großen Meilenstein für die Vereinigten Staaten. Die Ankündigung sorgt nicht nur international für Aufmerksamkeit. Sie befeuert auch die Diskussion in Berlin. Eine finale Entscheidung über eine Berliner Bewerbung steht bislang noch aus, doch der starke US-Konkurrent verschärft den Handlungsdruck deutlich.

IHK-Präsident Sebastian Stietzel in einer Portraitaufnahme
Wenn Berlin seinem Anspruch als Weltmetropole gerecht werden will, muss der Senat Farbe bekennen“
Sebastian Stietzel IHK-Präsident

Berlin zögert bei Bewerbung für die Expo 2035

Die Idee einer Bewerbung Berlins für die Expo 2035 geht auf den ehemaligen IHK-Präsidenten Daniel-Jan Girl aus dem Jahre 2022 zurück. Seitdem wird die Möglichkeit, die Weltausstellung in der Hauptstadt auszurichten, intensiv diskutiert. Eine einheitliche Position gibt es bislang nicht.

Aus Sicht der Berliner Wirtschaft wäre ein klarer Kurs für die Expo jedoch dringend wünschenswert. Die SPD Berlin hat kürzlich ihre Unterstützung signalisiert und fordert ein klares Bekenntnis seitens des Senats. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner äußerte sich daraufhin offener für eine Bewerbung. Bei der Jahresauftaktveranstaltung von IHK und Handwerkskammer sagte er, er sehe Berlin im Stande, neben den Olympischen Spielen, auch die Weltausstellung ausrichten zu können – aber nur zusammen mit dem Land Brandenburg und mit dem Fokus auf die Entwicklung der Metropol-Region.

Foto von Berlin am Ufer mit mehreren Lichtern in der Nacht, welche in Richtung Kamera strahlen
Weltausstellung in Berlin Ein Boost für Berlin: Warum die Expo 2035 in die Hauptstadt gehört
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Jens Bartels

Dennoch fehlt bislang eine offizielle Festlegung des Senats. IHK-Präsident Sebastian Stietzel kritisiert die Zurückhaltung: „Wenn Berlin seinem Anspruch als Weltmetropole gerecht werden will, muss der Senat Farbe bekennen und in den Wettbewerb einsteigen. Wir wollen Gastgeber für die Welt sein!“. Neben der internationalen Strahlkraft sieht der Kammerpräsident vor allem das wirtschaftliche und transformative Potenzial, das eine Austragung mit sich bringen würde.

Ein Boost für Berlin: Chancen durch die Expo

Berlin hat bereits bewiesen, dass die Stadt Großveranstaltungen erfolgreich ausrichten kann. Eine Weltausstellung könnte die Hauptstadt in mehrfacher Hinsicht wirtschaftlich und strukturell stärken. Dazu gehören:

  • Investitionen ankurbeln und neue Projekte initiieren
  • Infrastruktur ausbauen, insbesondere öffentliche Verkehrsmittel
  • Digitale und ökonomische Transformation fördern
  • Kaufkraft steigern
  • Image und internationale Wahrnehmung der Stadt verbessern

Die Expo könnte damit als Katalysator für nachhaltige Transformationen in Berlin dienen. IHK-Vizepräsident Robert Rückel erklärt: „Die Organisation einer Großveranstaltung wie der Expo 2035 bietet vielfältige Möglichkeiten, um eine nachhaltige Transformation in Berlin zu fördern. Schon die Vorbereitung erfordert umfangreiche Investitionen in Infrastruktur, den Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel, neue Grünflächen und die Modernisierung von Gebäuden.“

Ein Projekt für die Zukunft: Die Weltausstellung Expo 2035 bringt das Potenzial, zahlreiche Innovations- und Transformationsprozesse zu beschleunigen.

Das Rennen um die Weltausstellung ist offiziell eröffnet

Die Meldung aus Miami gibt Berlin nun den Anstoß, sich schnell und entschlossen zu positionieren, um die Chance auf eine Weltausstellung in der Hauptstadt nicht zu verpassen.

Bereits Ende 2024 hatte sich die Berliner Wirtschaft in einer gemeinsamen Erklärung zur sogenannten Zukunftsdekade 2034 bis 2044 bekannt. Diese umfasst neben der Expo 2035 auch die IBA 2034, die 800-Jahr-Feier von Berlin sowie die Olympischen und Paralympischen Spiele 2040/44. Zusammen bilden diese Großevents ein Jahrzehnt der Transformation, das wirtschaftliche Impulse, Imagegewinne und nachhaltige Entwicklungspotenziale für die Hauptstadt bietet.

Mit Trumps Ankündigung steigt der Druck auf Berlin. Ein konkretes Bekenntnis des Senats ist jetzt gefordert, andernfalls könnte die Hauptstadt den Anschluss verlieren. SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach unterstreicht die nun auch gewachsene politische Dimension: „Die Standortfrage für die Expo 2035 ist über Nacht noch politischer geworden. Soll sie 2035 in der freien Welt oder in der Welt frei nach Donald Trump stattfinden?“

 

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