Strafabgabe für alle Berliner Unternehmen droht!

Ab 2027 droht die Ausbildungsplatzabgabe.

Das Gesetz würde jedes Unternehmen zusätzlich belasten ohne die eigentlichen Probleme auf dem Ausbildungsmarkt zu lösen. Statt mehr Ausbildung drohen mehr Bürokratie, Klagen und Unsicherheit.

AUSBILDUNG

IHK-Hauptgeschäftsführerin Manja Schreiner: Die Ausbildungsplatzabgabe schadet der Ausbildung

Am Montag wird im Wirtschaftsausschuss die viel kritisierte Ausbildungsplatzabgabe diskutiert. IHK-Hauptgeschäftsführerin Manja Schreiner macht in diesem Gastbeitrag deutlich, warum das geplante Gesetz ein fatales Signal für den Wirtschaftsstandort sendet - und fordert einen Stopp der Strafabgabe.

IHK-Hauptgeschäftsführerin Manja Schreiner warnt vor der geplanten Ausbildungsplatzabgabe.

Drei Gutachten stellen die rechtliche Grundlage für die Einführung der Ausbildungsabgabe in Frage. Der öffentliche Haushalt wird mit mindestens sechs Millionen Euro zusätzlich belastet. Es drohen massive Bürokratie-Auswüchse für die Unternehmen wie für die Verwaltung. Nur belastbare Beweise für die Wirksamkeit des Gesetzes ist die Politik bislang schuldig geblieben.

Weil es diese Beweise schlicht und einfach nicht gibt!

Geradezu grotesk wird es, wenn man sich die Ausbildungsbilanzen der Senats- und Bezirksverwaltungen ansieht. Der Senat selbst verfehlt seine Ausbildungsziele, lässt fast 50 Millionen Euro an Mitteln für die Ausbildung verfallen, trauriger Spitzenreiter ist laut Zeitungsberichten übrigens die Senatsverwaltung für Arbeit.

Und trotzdem wird voraussichtlich auch der Wirtschaftsausschuss im Abgeordnetenhaus den Gesetzesentwurf zur Ausbildungsplatzabgabe durchwinken. Dabei trifft die Sonderabgabe besonders Start-ups, Wachstumsbranchen und Unternehmen mit hohen Lohngruppen. Ein fatales Signal für alle, die über Investitionen oder Neuansiedlungen in Berlin nachdenken.

Grafik mit den Worten: "Ja zur Ausbildung. Nein zur Ausbildungsplatzumlage."
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Holger Lunau

Wer den Fachkräftemangel wirklich angehen will, muss bei den Ursachen ansetzen: Schulqualität, Berufsorientierung, Sprachförderung, digitale Ausstattung und bezahlbarer Wohnraum für Auszubildende.

Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass am Ende doch die Vernunft siegt – und das Gesetz noch gestoppt wird. Dafür brauchen wir auch Ihre Unterstützung. Schreiben Sie uns gerne Ihre Meinung zur geplanten Ausbildungsplatzabgabe an berliner.wirtschaft@berlin.ihk.de

Wir sind für Ausbildung, deshalb sind wir gegen die Ausbildungsplatzabgabe.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ausbildung-statt-abgabe.berlin

JA zur Ausbildung - NEIN zur Ausbildungsplatzabgabe: Die Einführung der Strafabgabe würde alle Berliner Unternehmen treffen.

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