Strafabgabe für alle Berliner Unternehmen droht!

Ab 2027 droht die Ausbildungsplatzabgabe.

Das Gesetz würde jedes Unternehmen zusätzlich belasten ohne die eigentlichen Probleme auf dem Ausbildungsmarkt zu lösen. Statt mehr Ausbildung drohen mehr Bürokratie, Klagen und Unsicherheit.

Raumfahrt

Wie ein Berliner Deep-Tech-Unternehmen Daten aus dem All verarbeitet

Planet Labs steuert die größte privat betriebene Erdbeobachtungsflotte der Welt. Die Kleinsatelliten liefern riesige Datenströme, die Analysen und KI-Modellen dienen. Damit wird das Weltall zur strategischen Ressource für Geschäftsmodelle.

Foto von Martin Polak, Geschäftsführer von Planet Labs Germany.

Martin Polak, Geschäftsführer von Planet Labs Germany

In einem unscheinbaren Glasturm am Ku’damm laufen Bilder von Hunderten Kleinsatelliten zusammen, die nahezu täglich jeden Punkt der Erde abtasten, angefangen vom ukrainischen Frontverlauf bis zur Dürrefläche in Brandenburg. „Direkt hier befindet sich das globale Missionskontrollzentrum von Planet“, sagt Martin Polak. „Das bedeutet, dass die gesamte Satellitenflotte von unserem europäischen Hauptsitz aus überwacht, gesteuert und gewartet wird“, fügt der Geschäftsführer von Planet Labs Germany hinzu. „Damit stellen wir sicher, dass Planet seine fast 1.000 globalen Kunden täglich zuverlässig bedienen kann.“ 

Vom NASA-Projekt zum Datenkonzern

Planet Labs wurde 2010 von drei ehemaligen NASA-Wissenschaftlern gegründet und betreibt heute die weltweit größte Flotte von Erdbeobachtungssatelliten. Kern des Geschäfts ist nicht die Hardware, sondern der Datenstrom, aus dem Analysen und KI-Modelle werden. „Erdbeobachtung bleibt aus mehreren Gründen zentral: Die kontinuierlichen Daten bilden die Grundlage für viele analytische Verfahren und KI-Modelle, die im Risikomanagement eingesetzt werden, etwa in den Bereichen Sicherheit, Umwelt, Infrastruktur oder Lieferketten“, sagt Polak. „Ohne diese Daten wären viele dieser Anwendungen weniger präzise oder zeitkritische Veränderungen würden später erkannt“, so der Deutschlandchef.

Satellit mit ausgebreiteten Solarpaneelen über der Erde, die von einem Netzwerk aus Lichtlinien umgeben ist.
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Berlin als New-Space-Knoten

„Unserer Einschätzung nach hat Berlin bis 2030 sehr gute Chancen, ein führender europäischer Raumfahrtstandort zu werden“, sagt Martin Polak. „Die Stadt verbindet eine dynamische Deep-Tech-Szene mit starken Forschungseinrichtungen, wachsenden industriellen Kapazitäten und einer politischen Landschaft, die Raumfahrt zunehmend als strategisches Infrastrukturthema begreift.“ Wer künftig über New Space in Europa spricht, kommt damit kaum an einem Ort vorbei: dem verglasten Turm am Kurfürstendamm, in dem Berlin täglich die Erde im Blick behält.