Tourismus

City Tax: Rekordeinnahmen trotz Tourismusflaute

150,35 Millionen Euro nahm das Land Berlin letztes Jahr über die Übernachtungssteuer ein. In 2024 waren es noch 89,6 Millionen Euro, seit 2023 haben sich die Einnahmen fast verdreifacht. Dem gegenüber steht ein leichter Rückgang der Gäste- und Übernachtungszahlen

Collage mit mehreren Personen, welche Fotos machen. Im Hintergrund ist der Bundestag, die Spree und das Paul Löbe Haus zu sehen.

Sehenswürdigkeiten besuchen, Essen gehen und das Berliner Kulturangebot - die touristischen Klassiker sind weiterhin gefragt

Die City Tax wird seit 2014 erhoben, seit April 2024 gilt sie auch für geschäftliche Übernachtungen. Zum Jahresbeginn 2025 wurde sie angehoben und beträgt 7,5 Prozent des Nettoentgelts für die Übernachtung (ohne Nebenkosten, wie z.B. Frühstück). Damit ist Berlin bundesweiter Spitzenreiter bei der Höhe der sogenannten Bettensteuer. In der Branche wird kritisiert, dass sich die Abgabe negativ auf die Attraktivität Berlins als Reisedestination auswirkt, da sie zu höheren Hotelpreisen führt. Ein direkter Zusammenhang zum Rückgang der Touristenzahlen 2025, die Zahl registrierter Gäste ging auf 29,4 Millionen zurück, kann nicht hergestellt werden.

Die Gelder werden durch die Bezirke in eigenen oder bezirksübergreifenden Projekten für die Schaffung und Förderung von touristischen Angeboten vor Ort sowie für das touristische Marketing eingesetzt. Die städtische Tourismusagentur visitBerlin setzt unter anderem auf internationale Großevents und Kongresse, um mehr Geschäftsreisende in die Stadt zu locken.