Strafabgabe für alle Berliner Unternehmen droht!

Ab 2027 droht die Ausbildungsplatzabgabe.

Das Gesetz würde jedes Unternehmen zusätzlich belasten ohne die eigentlichen Probleme auf dem Ausbildungsmarkt zu lösen. Statt mehr Ausbildung drohen mehr Bürokratie, Klagen und Unsicherheit.

Ausbildungsplatzabgabe

AGH hat entschieden: Ausbildungsplatzabgabe kommt

Alles Reden hat am Ende nicht geholfen: Berlin führt die umstrittene Ausbildungsplatzabgabe ein. Auch dass die Berliner Betriebe trotz angespannter Lage 1.300 zusätzliche Ausbildungsverträge abgeschlossen haben und aktuell mehr als 9.000 Ausbildungsplätze unbesetzt sind, konnten die Politik nicht überzeugen, einen anderen Weg einzuschlagen.

Zu sehen ist ein Transporter mit einer Werbetafel, welcher vor dem Berliner Abgeordnetenhaus steht oder vorbeifährt.

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat die Einführung der Ausbildungsplatzabgabe beschlossen.

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat das „Gesetz zur Errichtung eines Ausbildungsförderungsfonds im Land Berlin“ mehrheitlich beschlossen. Ziel ist es, zusätzliche Mittel für die Finanzierung von Ausbildungsplätzen zu generieren und Betriebe stärker in die Verantwortung zu nehmen. Ab 2028 sollen Unternehmen ab zehn Beschäftigten eine Umlage zahlen, wenn sie nicht über eine bestimmte Quote hinaus ausbilden. Die entsprechenden Daten zur Berechnung müssen die Unternehmen ab 2027 einreichen.

Aus Sicht der Wirtschaft bleibt das Instrument auch nach einigen Korrekturen der falsche Weg, um die Ausbildungsquote in Berlin zu verbessern. Seit Monaten warnen Wirtschaftsvertreter, -verbände und die Industrie- und Handelskammer Berlin mit Nachdruck vor zusätzlicher Bürokratie und finanziellen Belastungen für Unternehmen, ohne dabei auch nur einen zusätzlichen Ausbildungsplatz zu kreieren. Neben Berlin ist Bremen das einzige Bundesland, welches eine solche Strafabgabe eingeführt hat - ohne nennenswerte Erfolge, dafür mit Bürokratiebergen, juristischem Streit, Unsicherheiten und Kosten in Millionenhöhe.

Pressekonferenz
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Milena Fritzsche
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