Strafabgabe für alle Berliner Unternehmen droht!

Ab 2027 droht die Ausbildungsplatzabgabe.

Das Gesetz würde jedes Unternehmen zusätzlich belasten ohne die eigentlichen Probleme auf dem Ausbildungsmarkt zu lösen. Statt mehr Ausbildung drohen mehr Bürokratie, Klagen und Unsicherheit.

7 x 3 Ultra-Kurz-Interview

Dryad-Gründer Carsten Brinkschulte bekämpft Waldbrände mit KI

Carsten Brinkschulte ist Seriengründer mit mehr als 20 Jahren Erfahrung im Bereich der Mobilfunkinfrastruktur. Dryad ist bereits das vierte Start-up des studierten Informatikers. Vorherige Unternehmen konnte er unter anderem an die US-amerikanische Kommunikationsplattform Twilio und das kanadische Unternehmen Blackberry verkaufen.

Ähnlich wie ein Rauchmelder: So funktionieren die Frühwarnsysteme im Wald

Die Idee für Dryad entstand im Jahr 2018, als Brinkschulte durch Berichte über Waldbrände in Kalifornien und Australien mit den katastrophalen Auswirkungen solcher Ereignisse konfrontiert wurde. Gleichzeitig ging seine Tochter mit der „Fridays for Future“-Bewegung für den Klimaschutz auf die Straße. Darum beschloss er, sein Wissen und seine Erfahrung für etwas – wie er es nennt – „Sinnvolles“ einzusetzen: Nämlich die Bekämpfung von Waldbränden mittels Telekommunikation und Künstlicher Intelligenz (KI).

In Büros in Berlin und dem brandenburgischen Eberswalde verwirklichen mittlerweile rund 50 Mitarbeitende Brinkschultes Vision. Kernprodukt ist das „Silvanet“, ein engmaschiges Frühwarnsystem, das direkt im Wald eingesetzt wird. Die kleinen, grünen Sensoren hängen an Bäumen, sind solarbetrieben und arbeiten mit eingebetteter KI

Ähnlich wie ein Rauchmelder analysieren die Sensoren Gase und Umgebungswerte, um Brände in einer sehr frühen Phase zu identifizieren – also dann, wenn oft noch keine sichtbaren Flammen vorhanden sind. Ein Sensor kann dabei die Fläche eines Fußballfeldes abdecken.

Auch Drohnen sollen bei der Waldbrandbekämpfung helfen

Schlägt die Sensorik früh genug an, können Forstbetriebe und Einsatzkräfte schneller reagieren – und aus einem potenziellen Großbrand wird idealerweise ein kleiner, schnell löschbarer Zwischenfall. 

Derzeit sind rund 50 Silvanet-Installationen in Betrieb, unter anderem in den USA, Kanada und Deutschland sowie in Thailand, Australien und dem Libanon. Ergänzend arbeitet das Unternehmen an drohnenbasierter Lageerkundung, die nach einem Alarm Bild- und Koordinatendaten liefern soll. Ein nächstmöglicher Schritt ist die Entwicklung von Drohnen, die Feuer selbstständig löschen.