Berliner Wirtschaft Oktober 2026

Andreas Mischok Gründer Heizteufel FRAGEN AN3 Es ist eines der größten Stadt- entwicklungsprojekte Deutschlands: Im Schumacher Quartier auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens in Tegel soll auf einem 46 Hektar großen Areal Wohnraum für mehr als 10.000 Menschen geschaffen werden. Anfang September hat das städtische Wohnungsunternehmen Degewo nun mit dem Bau von 327 Wohnungen, einer Kita sowie 15 Gewerbeeinheiten begonnen. Ende 2028 sollen die Wohnungen fertiggestellt sein. Insgesamt werden 5.000 Wohnungen im Schumacher Quartier entstehen, daneben auch Schulen, Kitas, Sportanlagen, Einkaufsmöglichkeiten und zwei Parks. Die Gebäude der Degewo entstehen in Holzhybridbauweise mit einem hohen Holzanteil in der tragenden Gebäudestruktur. Das Quartier folgt dem Schwammstadt-Prinzip zur Regenwasserbewirtschaftung und soll über ein Low-Exergy-Netz mit Wärme versorgt werden. Zudem ist ein autoarmes Mobilitätskonzept mit Mobility-Hubs sowie Car- und Bikesharing-Angeboten vorgesehen. bw Die Degewo startet im Schumacher Quartier Nach der Fusion der KI-Unternehmen Aleph Alpha aus Heidelberg und Cohere aus Kanada wird der Konzern unter dem Namen Cohere zwei Hauptsitze haben – Berlin und Toronto. Als kanadisch-deutscher Technologie-Champion soll er zur echten Konkurrenz der großen US-Anbieter werden. bw Cohere KI-Champion mit Sitz in Berlin FOTOS: HEIZTEUFEL, BERLIN TXL MANAGEMENT, DANIEL HINZ Am 3. September wurde der erste Spatenstich für das neue Quartier gefeiert Die Bauarbeiten für 327 Wohnungen haben begonnen 30 Mio. Euro hat das Berliner Fintech Moss in einer Series-CFinanzierung erhalten. Damit wird der Anbieter von Buchhaltung und Firmenkreditkarten mit mehr als einer Mrd. Euro bewertet, sodass er den Unicorn-Status erreicht. BW: Wie sind Sie auf die Geschäftsidee für Ihre Firma gekommen? Andreas Mischok: Das ist 30 Jahre her, ich war Ganzjahres-Biker und habe im Winter auf dem Motorrad oft furchtbar gefroren. Deshalb hatte ich mir Gedanken gemacht, wie man Kleidung beheizen kann. Mit Handschuhen und Sohlen habe ich angefangen. Als dann Gleitschirmflieger und Menschen mit Handicap auf mich zukamen, merkte ich, wie groß der Markt ist. Welche Wärmequelle nutzen Sie? Anfangs war es das Bordnetz der Motorräder. Dann habe ich begonnen, Akkupacks für den universellen Einsatz von Heizbekleidung zu konfektionieren. Heute ergänzen Industrienetzgeräte unser Sortiment. Wie breit ist heute Ihre Produktpalette? Die Anwendungsvielfalt ist enorm. Wir fertigen zum Beispiel beheizbare Edelstahlplatten für Schubläden, mit denen Gynäkologen ihr Besteck oder Kaffeehäuser ihre Espressotassen vorwärmen. Der Industrie liefern wir Heizmatten für Schaltschränke oder Geldautomaten. Für Menschen im Rollstuhl gibt es beheizbare Schlupfsäcke. BRANCHEN | Kompakt | 34 Berliner Wirtschaft 10 | 2026

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