zent sehen langsame Genehmigungsverfahren beziehungsweise fehlende Infrastruktur als Problem. Hohe Energiepreise (30 Prozent) sowie schwierige Finanzierungsmöglichkeiten (22 Prozent) verstärken den Druck. Dementsprechend haben für die Wirtschaft ein stärkeres staatliches Engagement für zukunftsorientierte Infrastruktur (72 Prozent) sowie die Priorisierung des verlässlichen Ausbaus der Energieinfrastruktur (71 Prozent) oberste politische Priorität. Ebenfalls hohe Zustimmung findet die Forderung, Steuern und Abgaben auf den Strompreis zu senken (69 Prozent). Angesichts der hohen Energiekosten sehen viele Unternehmen darin eine wichtige Voraussetzung, um Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und Investitionen wieder anzukurbeln. 62 Prozent sprechen sich zudem für mehr Technologieoffenheit als Leitprinzip der Energiewende aus. Unternehmen wünschen sich damit mehr Flexibilität bei der Wahl der wirtschaftlich sinnvollsten Lösungen. Die Ergebnisse zeigen insgesamt ein klares Bild: Die Wirtschaft fordert keine Abkehr von der Energiewende, sondern bessere Rahmenbedingungen für ihre Umsetzung. Infrastruktur, Planungssicherheit und wettbewerbsfähige Energiekosten stehen dabei deutlich vor neuen Regulierungen oder zusätzlichen Vorgaben. ■ Larissa Scheu, IHK-Public-Affairs-Managerin Energie- und Klimaschutzpolitik Tel.: 0171 / 353 78 84 larissa.scheu@berlin.ihk.de Umfrage Alle Ergebnisse des Energiewendebarometers 2026 unter: ihk.de/ berlin/energiewendebarometer chen Belastungen strategische Entscheidungen beeinflussen. Werden Investitionen verlagert oder unterbleiben sie, geraten Wertschöpfung, Innovation und Beschäftigung zunehmend unter Druck. Es fehlen verlässliche Bedingungen Gleichzeitig wird deutlich: Die Bereitschaft zur Transformation ist bei den Berliner Unternehmen vorhanden – sie investieren in Energieeffizienz, sichern ihre Energieversorgung ab, stellen Wärmeprozesse um und entwickeln neue Geschäftsmodelle. Was fehlt, sind verlässliche Bedingungen für die Umsetzung. In staatlich beeinflussbaren Rahmenbedingungen sehen die Unternehmen die größten Hindernisse der Transformation. 58 Prozent nennen zu viel Bürokratie als wesentliches Hemmnis, 57 Prozent beklagen fehlende Planbarkeit und Verlässlichkeit in der Energiepolitik, und 44 Pro38 % der Unternehmen sehen negative Folgen für ihre Wettbewerbsfähigkeit. 72 71 69 62 Technologieoffenheit bei Effizienz Steuern / Abgaben auf Strompreis senken Energieinfrastruktur priorisieren Staatliche Infrastruktur / Engagement Top-Zustimmung zu politischen Maßnahmen 58 57 44 30 22 10 37 29 25 18 8 Fachkräftemangel Schwierige Finanzierung bzw. fehlendes Kapital Hohe Energiepreise Langsame Planungs- und Genehmigungsverfahren bzw. fehlende Infrastruktur Fehlende Information bzw. Planbarkeit und Verlässlichkeit in der Energiepolitik Zu viel Bürokratie Die größten Hemmnisse der Transformation FOTO: ADOBE STOCK/SANDRA.HÖFER Energiewendebarometer | 11
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