Homeoffice, hybride Teams und KI – die Corona-Pandemie hat vieles verändert. Das Miteinander ist dabei wichtiger denn je von Eli Hamacher Arbeitswelt im Wandel Als am 11. März 2020 die Weltgesundheitsorganisation das neuartige Coronavirus, Sars-CoV-2, zur Pandemie erklärte, konnte kaum ein Unternehmer ahnen, wie nachhaltig die folgende mehrjährige Krise die Arbeitswelt verändern würde. Durften die Mitarbeitenden zunächst noch freiwillig ins Homeoffice, galt von Januar 2021 an eine befristete Angebotspflicht. Sofern keine betrieblichen Gründe dagegen sprachen, mussten Unternehmen das Arbeiten von zu Hause anbieten, auch die Mitarbeitenden hatten keine Wahl. Dienstreisen wurden weitgehend abgesagt, Besprechungen reduziert oder per Telefon und Videocall erledigt. Sechs Jahre später bleibt aus der Corona-Zeit erstaunlich viel übrig. Vor allem für Start-ups sind Flexibilität und Remote Work wichtige Hebel für die Mitarbeiterbindung. Während viele Konzerne ihre Belegschaft zurück ins Büro holen, bleibt Remote Work in der deutschen Start-up-Szene fester Bestandteil des Arbeitsalltags, so der Report „Startups und die Zukunft der Arbeit“ des Startup-Verbands in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse (TK). Der Anteil an Remote-Arbeitsstunden liegt bei jungen Unternehmen mit 61 Prozent deutlich über dem Wert der Gesamtwirtschaft (32 Prozent) und bleibt im Vergleich zu den Vorjahren stabil. Größere Start-ups haben meist teamabhängige oder individuell vereinbarte Präsenztage im Office (52 Prozent) – Vorgaben für alle Mitarbeitenden sind selten. Doch auch im Mittelstand ist flexibleres Arbeiten nicht mehr wegzudenken. Teamarbeit statt Hierarchie Oliver Paulus etwa, Geschäftsführer der Neofonie GmbH, setzt auf ein hybrides Modell. Homeoffice ist an drei Tagen pro Woche möglich, an zwei Tagen gilt in der Berliner Digitalagentur Präsenzpflicht. „Durch die gemeinsamen Bürotage sorgen wir dafür, dass das Wir-Gefühl und die Identifikation mit dem Unternehmen nicht verloren gehen“, sagt Paulus. Homeoffice habe sich allerdings nicht als der erhoffte Produktivitätsmotor erwiesen, die Leistungsfähigkeit habe sogar eher gelitten. „Der größte und nachhaltigste Hebel für unsere Leistungsfähigkeit lag daher nicht im Arbeitsort, sondern in der technologischen Transformation“, so 61 % Remote Work ist in deutschen Start-ups 2026 Usus. In der Gesamtwirtschaft liegt der Anteil bei 32 Prozent. Berliner Wirtschaft 07-08 | 2026 VERLAGSSONDERVERÖFFENTLICHUNG
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