Berliner Wirtschaft Juli/August 2026

beersträucher, Herzgespann, Gewöhnlicher Natternkopf und Brennnesseln sind für Insekten Lebensraum und für Mitarbeitende ein Ort zum Durchatmen. Zugleich macht die Bepflanzung den Standort robuster gegenüber Hitze, Trockenheit und Starkregen. Auch für den Umgang mit Regenwasser ist Knauer ein gutes Beispiel: Es wird vor Ort aufgefangen, versickert und im Anschluss gespeichert. Wie relevant solche Maßnahmen sind, machte die Berliner Regenwasseragentur mit fachlichen Impulsen zum dezentralen Regenwassermanagement deutlich. Versiegelte Flächen, steigende Temperaturen und Starkregenereignisse werden zu handfesten Standortfragen: Sie betreffen Gebäude, Logistik, Arbeitsschutz, Betriebskosten und nicht zuletzt die Versorgungssicherheit. Bündnis bringt Unternehmen zusammen Auch politisch braucht es dafür Rückenwind. Auch vor Ort: den Staatssekretär für Klimaschutz und Umwelt Andreas Kraus. Er machte deutlich, dass in der Berliner Wirtschaft bereits viel Innovationskraft und Engagement vorhanden sind. Entscheidend sei nun, gute Beispiele sichtbar zu machen und das Zusammenspiel von Unternehmen, Politik, Verwaltung und Fachpraxis zu stärken. Daran knüpfen auch die Forderungen der IHK Berlin zur Abgeordnetenhauswahl 2026 an. Die Berliner Wirtschaft setzt sich unter anderem dafür ein, die Ressource Wasser in der Metropolregion langfristig zu sichern. Eine zukunftsfähige Stadtentwicklung muss dafür Klimaanpassung, ökologische Funktionen und einen nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen stärker mitdenken. Hier setzt das Berliner Bündnis für Biodiversität praktisch an. Es bringt Unternehmen zusammen, die biologische Vielfalt als Teil zukunftsfähigen Wirtschaftens verstehen. Das Berliner Bündnis ist mit bundesweit zwölf weiteren regionalen Biodiversitätsbündnissen Teil des Projekts „Unternehmen Biologische Vielfalt“. Der Besuch bei Knauer machte genau das anschaulich: Klimaresiliente und biodiversitätsfördernde Unternehmensstandorte können ein Baustein für eine zukunftsfähige Wirtschaft in Berlin sein. ■ Alexandra Knauer Geschäftsführerin Knauer Wissenschaftliche Geräte GmbH Wir wollen die verschiedenen Themen – Klimawandel, Hitze, Trockenheit, Starkregen und Biodiversität – auf eine vernünftige Weise miteinander verbinden.“ Zu Gast bei Knauer in Zehlendorf: das Berliner Bündnis für Biodiversität Klimaschutz | 37

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