Beim 3. Berliner Zentrengipfel ging es um Kooperation und lokale Initiativen mit spannenden Perspektiven von Karina Stolte Frischekur für Berliner Quartiere gen wie Sauberkeit und Sicherheit, die Digitali‑ sierung des Handels und neue Formen der Zwi‑ schennutzung zeigen, wie breit das Spektrum ist. Wie solche Veränderungen konkret aussehen können, zeigt der Wettbewerb „Mittendrin Ber‑ lin!“, der in diesem Jahr sein 20‑jähriges Jubi‑ läum feiert. Die aktuellen Projekte machen sicht‑ bar, was möglich wird, wenn lokale Initiativen Räume neu denken: Im Steglitzer Kreisel entsteht aus Leerstand ein Ort für Kultur und Bewegung, während am Wutzky-Center gemeinschaftliche Gestaltung und Engagement neue Dynamiken im Quartier auslösen. Auch an anderer Stelle wird deutlich, dass sich etwas bewegt. Beim Aufbau von Business Improvement Districts (BIDs) ent‑ steht zunehmend Struktur: Gemeinschaften for‑ mieren sich, erste Projekte werden greifbar. Dabei unterstützt die IHK, indem sie vernetzt, begleitet und Prozesse anstößt. Gleichzeitig wächst das Wissen darüber, was einzelne Standorte brauchen. Eine wichtige Grundlage dafür: die IFH-Köln-Studie „Vitale Innenstädte“, die im Herbst 2026 erstmals ber‑ linweit für alle zwölf Bezirke relevant werden soll. Sie soll sichtbar machen, wie Besucherinnen und Besucher ihre Zentren wahrnehmen und wo Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung liegen. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2027 erwartet. Am Ende verdichtet sich vieles zu einer zen‑ tralen Erkenntnis: Dort, wo Verwaltung, Wirt‑ schaft und Eigentümer gemeinsam handeln, ent‑ stehen neue Perspektiven. Kooperative Instru‑ mente wie „Mittendrin Berlin!“ und BIDs zeigen, dass dieser Weg funktioniert – und weiter aus‑ gebaut werden muss. ■ Berlins Quartiere zukunftsfähig gestalten – darum ging es beim Zentrengipfel Wie können Berlins Zentren auch künftig Orte für Handel, Begegnung und urba‑ nes Leben bleiben? Beim 3. Berliner Zentrengipfel wurde deutlich, dass es darauf keine einfache Antwort gibt – aber viele gute Ansätze. Die Veränderungen sind längst spürbar: Strukturwandel im Handel, steigende Anforde‑ rungen an Aufenthaltsqualität und Nutzung sowie zunehmender Leerstand setzen (Einkaufs-)Zent‑ ren unter Druck. Aufbauend auf dem 10‑Punkte‑ Maßnahmenplan des Vorjahres-Gipfels, ging es dabei weniger um neue Strategien als darum, was bereits funktioniert und wie sich erfolgrei‑ che Ansätze weitertragen lassen. Herausforderun‑ Karina Stolte, IHK-Public-Affairs- Managerin Stadtentwicklung Tel.: 030 / 315 10-446 karina.stolte@ berlin.ihk.de Mittendrin Berlin! Infos zu den aktuellen Projekten unter: mittendrin.berlin.de FOTO: GETTY IMAGES/NIKADA BRANCHEN | Standortentwicklung | 38 Berliner Wirtschaft 07-08 | 2026
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