Berliner Wirtschaft Juli/August 2026

bis hin zu ganz praktischen Vorschlägen, die ihren Alltag erleichtern. Kevin Kreker, Geschäftsführer Kreker Consulting, findet, „dass die Politik mehr Anreize schaffen sollte, in die Selbstständigkeit zu gehen, anstatt Hürden aufzubauen. Es gibt so viele junge Menschen mit Träumen und Visionen, aber sie werden ausgebremst. Zusammenfassend würde ich sagen: mehr Tempo, weniger Bürokratie“. Reformen bei der Förderung Jürgen Arbter, Geschäftsführer Re’public – Agentur für Finanzkommunikation und Qomunity, sieht bei der Förderlandschaft Reformbedarf. „Wir verzichten komplett auf alle öffentlichen Förderungen. Sie dauern zu lange. Und dann sagen die Sachbearbeiter auch noch, dass sie private Bürgschaften brauchen. Das ist doch unsinnig. Dann kann ich ja gleich alles ohne Hilfen finanzieren.“ Darüber hinaus brauche es auch Risikokapital, das hier neue, innovative Ideen ermögliche. Kerstin Ehrig-Wettstaedt plädiert für eine zentrale Ablage aller relevanten Gewerbeinformationen, damit man nicht immer wieder alles neu beantragen, bereitstellen oder angeben muss. Dazu gehört auch eine Vernetzung der Behörden.“ Wie die Politik die Zukunft der Stadt gestalten will, haben die im Berliner Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien in ihren Wahlprogrammen dargestellt. Die Berliner Wirtschaft vergleicht die für die Unternehmen wichtigsten Pläne (siehe folgende Doppelseite). Konkrete wirtschaftspolitische Impulse für die kommende Legislaturperiode wird auch das Zukunftsforum „Weltmetropole Berlin“ am 2. September 2026 setzen. Die kostenfreie Veranstaltung richtet sich an Unternehmerinnen und Unternehmer, Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und internationalen Organisationen. Sie findet in der IHK Berlin von 12 bis 16 Uhr statt. Vorgestellt wird eine Studie zu den Perspektiven für eine starke Wirtschaftsmetropole. In Fachsessions geht es um internationale Praxisbeispiele und Lösungsansätze zu den Themen „Berlin: Your Skills – Your City“, „Berlin: Built for Change – Moving Forward“ sowie „Berlin: Turning Innovation into Public Impact“. Auch internationale Unternehmen bringen ihre Sichtweisen ein, warum sie am Standort investieren. (Siehe S. 31.) Die in der Hauptstadt stark vertretenen kleinen und mittelständischen Unternehmen hoffen vor allem auf ein investitionsfreundlicheres Klima. Mareen Eichinger, Inhaberin macheete - Agentur für Marken- und Kommunikationsberatung, wünscht sich eine spürbare Entlastung bei Steuern und Abgaben. „Wer Arbeitsplätze schafft, investiert und Verantwortung übernimmt, sollte dafür bessere Rahmenbedingungen vorfinden. Gerade kleine Unternehmen brauchen mehr finanziellen Spielraum, um wirklich zu wachsen, Mitarbeitende fair zu bezahlen und Innovationen voranzutreiben.“ Manchmal hat Eichinger das Gefühl, dass vergessen werde, wer dieses Land tagtäglich am Laufen halte: die vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen. ■ Mareen Eichinger Inhaberin Macheete Wer Arbeits- plätze schafft, investiert und Verantwortung übernimmt, sollte bessere Rahmen- bedingungen vorfinden. Eike Paulun, IHK-Experte für Public Affairs Tel.: 030 / 315 10-873 eike.paulun@ berlin.ihk.de Abgeordnetenhauswahl | 25 IHRE FEIER AUF SCHLOSS WACKERBARTH Jeden Tag öffnet eines der schönsten deutschen Weingüter seine Tore für Sie: Schloss Wackerbarth – idyllisch zwischen Dresden und Meißen gelegen. Lassen Sie sich auf Europas erstem Erlebnisweingut verzaubern. Ob private oder geschäftliche Veranstaltungen mit außergewöhnlicher Note, romantische Abende, spannende Weinproben, prickelnde Feste oder Traum-Hochzeiten – auf Schloss Wackerbarth wird jedes Event zum einmaligen Erlebnis. Wir verwandeln Zeit in Genuss – gern auch Ihre! Wir beraten Sie gern. WWW.SCHLOSS-WACKERBARTH.DE Erlesene Wein- und Sektpräsente finden Sie unter shop.schloss-wackerbarth.de

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