Holger Böckner hat die Food Embassy als internationalen Dienstleister im Food-Sektor gegründet B eim Erschließen neuer Märkte entscheidet oft nicht nur der Geschmack, sondern auch die richtige Geschichte. Die Agentur Food Embassy hat daraus ein Geschäftsmodell gemacht. Mit Fokus auf strategische Marktentwicklung, Kommunikation und internationale Positionierung im Food- und Agrifood-Sektor agieren die Berliner an der Schnittstelle von Ernährungswirtschaft, Markteintritt, Handelskommunikation und öffentlicher Sichtbarkeit. Wie breit dieser Ansatz angelegt ist, zeigt die Zusammenarbeit mit der kanadischen Regierung für die Kampagne „Taste of Canada“. Umgesetzt hat die Agentur auch Projekte für etliche weitere internationale öffentliche und private Auftraggeber, darunter Canada Beef, die Botschaft von Estland oder das finnische Außenministerium. Aktuell entwickelt die Food Embassy zudem mit der Berliner Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz Workshop-Formate für Berliner Food-Start-ups im Rahmen der Berliner Ernährungsstrategie. Solche Mandate erfordern Kreativität und Beweglichkeit, Alltag für Holger Böckner: „Insbesondere im Agenturgeschäft ist es häufig notwendig, kurzfristig auf neue Entwicklungen und Anforderungen von Kunden zu reagieren“, sagt der Gründer der Food Embassy. „Gerade unerwartete Situationen oder Projektanpassungen verlangten oft schnelle Entscheidungen und damit unmittelbare finanzielle Flexibilität.“ Dafür nutzt das Unternehmen eine Finanzierungsmöglichkeit, bei der private und institutionelle Investoren als Quelle dienen: nicht als großen Investitionskredit, sondern als operative Reserve für ein Geschäft, zu dem Vorleistungen, Eventformate, Dienstleister, Reisen, Medienarbeit oder kurzfristige Aktivierungen gehören. Grundsätzlich richtet sich das dahinterstehende Angebot an kleine und mittlere Unternehmen, die ihren Cashflow enger steuern und bei Bedarf kurzfristig Liquidität abrufen wollen. Statt langwieriger Kreditprozesse steht eine digitale Lösung im Mittelpunkt, die Geschäftskonten einbindet, Zahlungsströme auswertet und daraus Finanzierungsspielräume ableitet. Gerade im Vergleich zu klassischen Finanzierungsmodellen ist das nach Überzeugung des Unternehmers ein entscheidender Vorteil: „Finanzielle Engpässe können schnell und ohne große Hürden und umfangreiche Bürokratie überbrückt werden“, so Böckner. „Dadurch entsteht mehr Handlungsspielraum im operativen Tagesgeschäft und eine höhere Planungssicherheit bei dynamischen Kundenprojekten.“ Am Ende ist genau das der Kern des Geschäftsmodells: Food Embassy übersetzt Märkte, Marken und Esskulturen in neue Geschäftschancen. ■ Gut vernetzt Der Unternehmer auf LinkedIn unter dem QR-Code: Die Marketingagentur Food Embassy nutzt digitale Finanzierungsmöglichkeiten, um kurzfristige Bedarfe unbürokratisch zu decken Schnell finanziell flexibel Holger Böckner Im Agenturgeschäft ist es häufig notwendig, kurzfristig auf neue Anforderungen von Kunden zur reagieren. Förderung & Finanzierung | 23 Berliner Wirtschaft 06 | 2026
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