Raphael Kube Abteilungsleiter Im Oktober 2011 begann Raphael Kube seine Karriere bei der IBB, zunächst als Kundenberater in der Wirtschaftsförderung, später als Key-Account-Manager für IKT/Medien/ Kreativwirtschaft. Seit Mai 2019 leitet er die Kundenberatung. Fabian Ahlberg Geschäftsführer Seit September 2021 ist Fabian Ahlberg für die Ahlberg Metalltechnik GmbH tätig. Bereits seit 2024 gehört er der Geschäftsleitung an; im Juli 2025 wurde er Mehrheitsgesellschafter und CEO der Ahlberg Gruppe. Zuvor war er bei Mercedes-Benz Produktionsleiter. Die Ahlberg Metalltechnik GmbH hat schon mehrfach Investitionsvorhaben mithilfe von Förderungen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ realisiert. Dabei hat die Firma aus Adlershof eng mit der Investitionsbank Berlin (IBB) zusammengearbeitet. Geschäftsführer Fabian Ahlberg und Raphael Kube, der bei der IBB die Kundenberatung leitet, sprechen miteinander über die wichtigsten Faktoren in der Zusammenarbeit zwischen einem Mittelständler und einer Förderbank. Berliner Wirtschaft: Herr Ahlberg, wie wichtig sind öffentliche Förderungen für Sie? Was haben Sie für Ihr Unternehmen möglich gemacht? FAbian Ahlberg: Wir nehmen Förderungen in zwei Kernbereichen in Anspruch. Das sind einmal Investitionsförderungen, beispielsweise wenn wir neue Fertigungsbereiche erschließen und neue Maschinen anschaffen. Die Förderungen helfen uns, die Kapazitäten zu erhöhen sowie flexibel und modern und damit wettbewerbsfähig mit unserer Fertigung zu bleiben. Der zweite Bereich sind Förderungen über die Agentur für Arbeit, um Mitarbeitern einen Einstieg in unser Unternehmen zu ermöglichen, der sonst so nicht möglich wäre. Kümmern Sie sich als CEO um Förderungen? Fabian Ahlberg: Die Geschäftsführung ist involviert, es geht dabei ja auch um strategische Überlegungen. Wir haben eine Planung für die kommenden drei bis vier Jahre, und im Rahmen der Förderungen müssen wir auch Vorgaben erfüllen – zum Beispiel die Mitarbeiterzahl erhalten. Es geht ja darum, dass wir hier im Bezirk Arbeitsplätze schaffen, Umsätze generieren und auch Steuern zahlen wollen. Dafür werden wir öffentlich gefördert. Aber die Geschäftsführung macht es nicht allein. Die Investitionsförderungen laufen über die Finanzabteilung, die Förderungen für neue Mitarbeiter über die Personalabteilung. Herr Kube, ist Ahlberg Metalltechnik ein typisches Beispiel für den Umgang mit öffentlichen Förderungen? Raphael Kube: Es ist ein schönes Beispiel dafür, wie Fördermittel in die strategische Planung integriert werden. Aber das wird nicht überall so vorbildlich umgesetzt. Mir ist wichtig, dass Folgendes verstanden wird: Es muss immer ein klar definiertes wirtschaftliches Vorhaben zur Unternehmensentwicklung vorhanden sein, wenn Förderungen vergeben werden. Das können Kapazitätserweiterungen sein, aber auch Investitionen zur Gestaltung effizienterer oder nachhaltigerer Prozesse. Die Förderprogramme entwickeln sich dahin gehend stetig weiter. Was meinen Sie damit? Raphael Kube: Der klassische GRW-Förder-Case besteht in der Investition in neue Maschinen, heute gibt es aber auch häufiger die Lohnkostenförderung, wenn zur Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle keine teuren Maschinen, sondern mehr hochqualifizierte Fachkräfte benötigt werden. Auch Transformationsthemen werden stärker adressiert, beispielsweise wenn Kosten mithilfe von selbst erzeugter Energie gesenkt werden sollen. „Begeisterung füreinander schaffen“ Fabian Ahlberg, Geschäftsführer der Ahlberg Metalltechnik GmbH, und Raphael Kube, Abteilungsleiter bei der IBB, erklären, wie Unternehmen am besten zu öffentlichen Förderungen kommen von Michael Gneuss » FOTO: AMIN AKHTAR FOKUS | Förderung & Finanzierung | 24 Berliner Wirtschaft 06 | 2026
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