Berliner Wirtschaft Mai 2026

10,5 Mio. € 57,8 Mio. € (+450,1 %) Einfuhr 2025 2024 TOP-Import-Güter 2025: Elektrische Ausrüstungen, Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse Australien belegt Platz 40 bei den Berliner Importländern Ausfuhr 2025 190,1 Mio. € (-3,9 %) 197,8 Mio € 2024 TOP-Export-Güter 2025: Sonstige Fahrzeuge, Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse, Nahrungsmittel und Futtermittel Australien belegt Platz 22 bei den Berliner Exportländern Das EU-Freihandelsabkommen mit Australien verbessert die Marktzugangsbedingungen für Berliner Unternehmen spürbar von Dr. Valentina Knezevic Politischer Rückenwind Australien bleibt ein wichtiger, wenn auch nachrangiger Handelspartner für Berlin. Laut Statistik von 2025 rangiert das Land mit Exporten von rund 190 Mio. Euro auf Platz 22 der Berliner Exportmärkte, bei den Importen (57,8 Mio. Euro) auf Platz 40. Die Handelsbeziehung ist klar export- orientiert: Berlin erzielt weiterhin einen deutlichen Handelsüberschuss. Während die Exporte gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgingen, legten die Importe, ausgehend von einem niedrigen Niveau, deutlich zu. An der grundlegenden Struktur der Beziehung ändert das jedoch wenig: Australien fungiert für Berlin vor allem als stabiler Absatzmarkt außerhalb Europas. Am 24. März 2026 erhielten die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zusätzlichen politischen Rückenwind durch den Abschluss des EU-Freihandelsabkommens mit Australien. Ebenfalls wurden eine Sicherheitspartnerschaft vereinbart und Verhandlungen über die Teilnahme Austra- liens am EU-Forschungsprogramm Horizon vereinbart. Das Handelsabkommen wird über 99 Prozent der Zölle auf EU-Exporte nach Australien abschaffen. Die EU-Kommission rechnet mit bis zu einer Milliarde Euro an jährlichen Zollersparnissen für EU-Exporteure sowie mit einem Anstieg der jährlichen EU-Exporte um 33 Prozent im Laufe des nächsten Jahrzehnts. Exporteure von Maschinen, Kraftfahrzeugen und Chemikalien profitieren am unmittelbarsten davon. Für Berliner Unternehmen verbessert das Abkommen die Marktzugangsbedingungen spürbar. Mittelfristig dürfte Australien damit an Bedeutung gewinnen, weniger als Massenmarkt, sondern als strategischer Wachstumspartner im indopazifischen Raum. ■ Dr. Valentina Knezevic, IHK-Public-Affairs-Managerin Außenwirtschaft Tel.: 030 / 315 10-243 valentina.knezevic@berlin.ihk.de FOTO: SHUTTERSTOCK/SUNSHINE SEEDS Quelle: IHK Berlin SERVICE | Handelsabkommen | 56 Berliner Wirtschaft 05 | 2026

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