Berliner Wirtschaft Mai 2026

logie entwickelt, mit der sich die Technik hinter dem Gerät auf viele Bereiche erweitern lässt. In Zukunft soll die Technologie stärker in Richtung Arbeitsschutz und Spezialdetektion ausgebaut werden. Bürokratische Hürden zu groß Möglich wären Anwendungen für die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk (THW), beispielsweise zum Nachweis von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) auf Einsatzkleidung oder von Asbestspuren. Für die nächsten drei Jahre ist zudem ein Forschungsprojekt mit der Bundeswehr und dem Fraunhofer-Institut geplant, in dem die Detektion von Nervengiften erforscht werden soll. Noch weiter in die Zukunft reichen Anwendungen im medizinischen Bereich: Das Gerät kann bestimmte Stoffe in der Ausatemluft identifizieren, abhängig davon, ob jemand Erkrankungen etwa im Bereich Magen, Lunge oder Leber hat. Für den Markteintritt zählt am Ende auch die Zulassung. „Unser großes Ziel ist die Fertigstellung unserer ersten Nullserie“, so Walter. Die CE-Zertifizierung soll in den kommenden Monaten erfolgen. Für Flughäfen braucht es eine deutlich komplexere ECAC-Zertifizierung, die etwa sechs bis neun Monate dauert. Doch die ersten Anfragen seien bereits vorhanden, besonderes viele kämen aus dem privaten Sektor. Einen Appell hat Christopher Walter noch an die Politik: der Abbau von Bürokratie. „Die Technologie funktioniert und ist verfügbar. Warum nutzt man sie dann nicht einfach? Warum legt man noch große Hürden im Beschaffungsprozess, der in diesem Land ohnehin fast stillsteht? In anderen Ländern wird das einfach umgesetzt“, so Walter. „Alle rufen nach Sicherheit – die Technologie steht bereit. Da gibt es auch keine Ausreden mehr.“ ■ Christian Nestler, IHK-Public-Affairs- Manager Gründungs- und Start-up-Politik Tel.: 030 / 315 10-286 christian.nestler@ berlin.ihk.de Der Detektor erkennt minimalste Dosen von unerwünschten Stoffen. Im Bild ist ein Testgerät zu sehen

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