1930 Ablehnung Alles andere als begeistert reagierte man im bürgerlichen Zehlendorf auf den Bau einer Großsiedlung mit Flachdächern – und sozialem Anspruch. Von 1926 bis 1932 entstanden ungeachtet der Widerstände die Wohnhäuser von Architekt Bruno Taut und seinen Mitstreitern. Die insgesamt 1.900 Einheiten boten „Licht, Luft und Sonne“ und bieten es bis heute. Wohnliches Welterbe Vor 100 Jahren baute die Gemeinnützige Heimstätten-, Spar- und Bau-Aktiengesellschaft, kurz Gehag, die Waldsiedlung Zehlendorf. Anfänglich angefeindet, ist sie neuerdings Unesco-Welterbe Auszeichnung 100 Jahre nach Baubeginn hat es die Waldsiedlung Zehlendorf geschafft: Im zweiten Anlauf wurde sie im Juli ins UnescoWelterbe aufgenommen, als nunmehr siebte Berliner Wohnsiedlung. An den Dächerstreit der 1920er-Jahre erinnert nur noch eine Info-Säule. 2026 Ihr Foto in dieser Rubrik Haben Sie ein altes Bild zu einem Berliner Wirtschaftsthema? Machen Sie an der gleichen Stelle ein neues und schicken Sie uns beide. berliner.wirtschaft. vcs@vogel.de FOTOS: ULLSTEIN BILD/ULLSTEIN BILD, OLIVER DE WEERT Gestern & Heute | 65 Berliner Wirtschaft 09 | 2026
RkJQdWJsaXNoZXIy MzQwNTQxOQ==