Beim IHK-Event „Tiefengeothermie – Revolution oder Evolution der Wärmewende“ geht es um die Nutzung tiefer Erdwärme für Berlin von Larissa Scheu Ein langer Weg nach oben Die Wärmewende in Berlin setzt auf verschiedene erneuerbare Wärmequellen. Tiefengeothermie rückt dabei zunehmend in den Fokus von Politik, Wirtschaft und Energieversorgern. Doch wie schnell lässt sich die Wärme aus dem Untergrund erschließen? Und welche Chancen bietet sie für Unternehmen, Wohnungswirtschaft und Energieversorger? Diesen Fragen widmet sich das gemeinsame Event „Tiefengeothermie – Revolution oder Evolution der Wärmewende?“ der IHK Berlin und der Initiative CO2zero am 31. August im Ludwig Erhard Haus in Berlin. Die Liste der Referierenden spiegelt die Breite des Themas wider: Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin der IHK Berlin, beleuchtet die wirtschaftlichen Potenziale der Tiefengeothermie und die notwendigen politischen Rahmenbedingungen. Ingeborg Esser, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, richtet den Blick auf die Wärmekosten aus Sicht der Wohnungswirtschaft und auf deren Bedeutung für Mieterinnen und Mieter. Senatorin Ute Bonde ordnet die geothermischen Potenziale in die Wärmeplanung der Hauptstadt ein, während Hannes Junker von der Berliner Energie und Wärme GmbH (BEW) den Weg von der Exploration bis zur Einbindung in bestehende Wärmenetze skizziert. Für die Berliner Wirtschaft ist das Thema hochaktuell. Energiepreise bleiben ein zentraler Standortfaktor, zugleich steigen die Anforderungen an klimaneutrale Geschäftsmodelle. Tiefengeothermie verspricht langfristig stabile Wärmekosten und mehr Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern. Dem stehen jedoch hohe Investitionen, geologische Risiken und lange Genehmigungsprozesse gegenüber. Genau diese Zielkonflikte diskutieren Vertreterinnen und Vertreter der BEW, des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen, der Deutschen Immobilien Entwicklungs AG, der Gasag, der Deutschen Montan Technologie sowie des Helmholtz-Zentrums für Geoforschung in Podiumsdiskussionen über Kosten, Risiken und Wissenstransfer. Tiefengeothermie ist in Berlin längst mehr als ein Zukunftsthema. Mit ersten Erkundungen und Projekten gewinnt sie für die Wärmeversorgung der Hauptstadt an Bedeutung. Ob daraus ein Durchbruch für die Wärmewende entsteht oder ein schrittweiser Ausbau, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Entscheidend wird sein, ob die Rahmenbedingungen geschaffen werden, um vorhandene Potenziale zu erschließen. ■ Tiefengeothermie nutzt natürliche Erdwärme aus Schichten in mehr als 400 Metern Tiefe Larissa Scheu, Public-Affairs-Managerin Energie- und Klimaschutzpolitik Tel.: 030 / 315 10-686 larissa.scheu@berlin.ihk.de Zum Event Anmeldung zur Veranstaltung am 31. August über den QR-Code oder unter: ihk.de/berlin/va-tiefengeothermie FOTO: DALDRUP & SÖHNE Energiegewinnung | 61 Berliner Wirtschaft 07-08 | 2026
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