Lena Förster Geschäftsführerin Wombly GmbH FRAGEN AN3 Für den Bau des neuen Messekongresszentrums Dock9 wird der Entwurf des Architekturbüros Gerkan, Marg und Partner umgesetzt. Dock9 ersetzt die sanierungsbedürftige Messehalle 9 und wird Platz für bis zu 5.000 Menschen auf einer Bruttogeschossfläche von 16.000 Quadratme- tern bieten. Investiert werden 100 Mio. Euro, die die Messe aus eigenen Mitteln und Krediten, ohne Landeszuschuss, finanzieren will. Der Baustart ist für diesen Herbst geplant. In zwei Jahren soll die multifunktionale Kongress- und Veranstaltungshalle bereits für die Transport- und Logistikmesse InnoTrans zur Verfügung stehen. Bis zum Jahr 2029 wird das Kongresszentrum noch um einen Anbau mit einem Eingangsbereich und weiteren Konferenzflächen erweitert. Die Messe Berlin will mit Dock9 eine Angebotslücke schließen, die zwischen großen Arenen und kleineren Hotelkapazitäten gesehen wird. Damit soll Berlin Veranstaltungen gewinnen, die aufgrund der fehlenden Kapazität derzeit in anderen europäischen Städten stattfinden. bw Bauarbeiten für Dock9 beginnen im Herbst Eurowings stationiert aufgrund der steigenden Nachfrage für den Winterflugplan zwei zusätzliche Maschinen am Berliner Flughafen BER. Neu im Programm ist unter anderem die Strecke Berlin–Bologna. Zudem werden im touristischen Bereich die Frequenzen zu Zielen auf den Kanarischen Inseln erhöht. bw Eurowings Mehr Kapazitäten am BER BW: Warum haben Sie Wombly gegründet? Lena Förster: Kinder ohne Behinderung können Kleidung aus einem riesigen Angebot auswählen. Für Kinder mit Behinderung gibt es so gut wie nichts. Deshalb wollten wir adaptive Bekleidung für Kinder entwickeln. Damit ist Kleidung gemeint, die die medizinische Versorgung oder den Pflegealltag erleichtert. Gleichzeitig soll sie das Selbstbewusstsein der Kinder stärken. Zudem sind unsere Produkte online zu bestellen und in zwei Tagen da. Was ist die Alternative für Eltern? Alternativ müssen Eltern zu Änderungsschneidereien gehen oder Maßanfertigungen beauftragen. Aber das dauert oft sehr lange. Das ist ein Problem, weil adaptive Kleidung, zum Beispiel vor Operationen, schnell benötigt wird. Mitunter schneiden Eltern selbst Löcher in die Kleidung. Produzieren Sie die Kleidung selbst? Das Design wird bei uns inhouse gemacht. Wir sprechen für die Produktentwicklung mit Eltern, Pflegefachkräften und medizinischem Personal. Die Produkte lassen wir industriell in Polen und Portugal fertigen. 1 000 Mitarbeiter beschäftigt die VW-Software-Tochter Cariad in ihrem neuen elfgeschossigen Automotive Software Campus in der GeorgeStephenson-Straße im Quartier an der Heidestraße. FOTOS: JULIA VOGEL, GMP ARCHITEKTEN So soll das Messegelände mit dem neuen Kongresszentrum Dock9 aussehen Das neue Kongresszentrum soll schon 2028 genutzt werden BRANCHEN | Kompakt | 34 Berliner Wirtschaft 07-08 | 2026
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