Berlin und Brandenburg betonten bei ihrer Metropolraumkonferenz die Notwendigkeit der Zusammenarbeit von Karina Stolte Die Region als Ganzes denken und Brandenburg gilt: Vieles funktioniert bereits als gemeinsamer Wirtschaftsraum – nur die politischen und administrativen Strukturen halten oft nicht Schritt. Genau hier setzten die Diskussionen an. In interaktiven Formaten tauschten sich Unternehmen, Politik und Verwaltung zu Fachkräften, Flächen und Großprojekten aus – praxisnah und lösungsorientiert. Immer wieder wurde deutlich: Die zentralen Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Beim Thema Fachkräfte forderte die Wirtschaft eine abgestimmte Strategie beider Länder – von der gemeinsamen Anwerbung bis hin zu besseren Rahmenbedingungen für Wohnen, Mobilität und Infrastruktur. Auch die Flächenentwicklung rückte in den Fokus: Gewerbe und Wohnen müssen künftig stärker zusammengedacht werden, begleitet von einer koordinierten Planung und einem schnelleren Ausbau der Energieinfrastruktur. Gleichzeitig lenkten die Diskussionen den Blick nach vorn: Großveranstaltungen wie eine Expo 2035 gelten als Chance, Investitionen anzustoßen, Innovation sichtbar zu machen und die Region international klarer zu positionieren. Flankiert wurde die Konferenz durch Beiträge von Stefan Evers, Bürgermeister und Senator für Finanzen des Landes Berlin, sowie Martina Klement, Ministerin für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa des Landes Brandenburg. Das Fazit der Teilnehmenden fiel eindeutig aus: Die Metropolregion braucht verbindlichere Zusammenarbeit, schnellere Abstimmungen und klare Zuständigkeiten. Die Ergebnisse werden in einem gemeinsamen White Paper gebündelt – als konkrete Erwartung der Wirtschaft an die Landesregierungen. ■ Schulterschluss: Dr. Christian Herzog, Hauptgeschäftsführer IHK Potsdam, Sebastian Stietzel, IHK-Präsident Berlin, seine Potsdamer Amtskollegin, Ina Hänsel, Martina Klement, Wirtschaftsministerin Brandenburg, Monique Zweig, Hauptgeschäftsführerin IHK Ostbrandenburg, Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin IHK Berlin, und ihr Amtskollege aus Cottbus, André Fritsche (v. l.) Wie kann die Hauptstadtregion ihre wirtschaftliche Stärke besser entfalten? Diese Frage bestimmte die Metropolraumkonferenz Berlin-Brandenburg am 22. Juni in Schönefeld. Das gemeinsame Format der Industrie und Handelskammern beider Länder fand zum vierten Mal statt und zeigte: Die Notwendigkeit enger Zusammenarbeit wird zunehmend drängender. Schon zu Beginn wurde deutlich, wohin die Reise gehen muss. Thomas Madreiter, Planungsdirektor der Stadt Wien, machte deutlich, wie andere Metropolregionen durch klare Strukturen, integrierte Planung und abgestimmtes Handeln an Schlagkraft gewinnen. Ein Impuls, der gut zur Stimmung im Saal passte. Denn auch in Berlin Karina Stolte, IHK-Public-Affairs-Managerin Stadtentwicklung Tel.: 030 / 315 10-446 karina.stolte@ berlin.ihk.de Metropolraum IHK-Positionen zum Thema online unter: ihk.de/berlin/metropolregion-bb FOTO: IHK COTTBUS/ROBERT KALTSCHMIDT Standort | 21 Berliner Wirtschaft 07-08 | 2026
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