Wissenschaftsverwaltung Forschungspolitische Strategie (FoStra) ➜ Besserer Zugang zu Berlins Forschungsstärken ➜ Mehr Möglichkeiten für Innovationspartner- schaften und gemeinsame Forschungsinfrastrukturen ➜ Stärkere Anerkennung von Kooperation, Auftragsforschung, Ausgründung, Normung und Standardisierung Berlin richtet seine Innovationspolitik neu aus. Das Ziel: Forschungsergebnisse in zukunftsweisende Unternehmenskonzepte verwandeln von Tim Schneider Strategien für den Wohlstand Das Werner-von-Siemens Centre in Spandau weist den Weg: Start-ups, Forschungseinrichtungen und KMU entwickeln und testen hier gemeinsam neue Lösungen in Reallaboren. Diese Transferarbeit soll auf Grundlage der neuen Berliner Strategien an deutlich mehr Standorten in der Stadt stattfinden. So können technologische Entwicklungen schneller in die Breite der Berliner Wirtschaft getragen und insbesondere KMU frühzeitig eingebunden werden. Dementsprechend richtet Berlin seine Innovationspolitik mit drei Strategien neu aus: der Transfer Bridge, der forschungspolitischen Strategie und der Deep Tech Berlin Agenda (DTBA) als berlinspezifische Ergänzung der Innovationsstrategie der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg 2035 (InnoBB 2035). Alle drei setzen auf mehr Transfer, stärkere Ausgründungen, bessere Infrastruktur und engere Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Für Unternehmen kommt es nun darauf an, dass aus strategischen Leitlinien konkrete Angebote werden: einfacher Zugang zu Technologien, Laboren, Testumgebungen, Förderprogrammen und passenden Partnern. Die Deep Tech Berlin Agenda bündelt Berlins technologieorientierte Innovationspolitik. Im Fokus stehen Schlüsseltechnologien wie KI, Biotechnologie, Software, Mikroelektronik, Photonik, Quantentechnologien sowie neue Materialien und Produktionsverfahren. Auch Ausgründungen und industrielle Anwendungspartner sollen gezielter unterstützt werden. Für die Berliner Wirtschaft ist entscheidend, die Angebote konsequent aus Unternehmenssicht umzusetzen: mit klaren Ansprechpartnern, schnellen Förderentscheidungen, unbürokratischem Zugang zu Testflächen und aktivem Matching zwischen Unternehmen, Start-ups und Forschung. Gerade KMU brauchen niedrigschwellige Einstiege, damit Deep-Tech-Anwendungen schneller aus dem Labor in Pilotprojekte, Produkte und Wertschöpfung überführt werden können. Die Transfer Bridge soll die Lücke zwischen wissenschaftlicher Exzellenz und wirtschaftlicher Anwendung schließen. Für Unternehmen werden zentrale Anlaufstellen, digitale Navigationsangebote sowie bessere Zugänge zu Forschungsinfrastrukturen angekündigt. Aus Sicht der IHK ist es wichtig, dass Bedarfe aus der Wirtschaft systematisch in Forschung und Entwicklung einfließen. Dafür braucht es verbindliche Schnittstellen und standardisierte IP-Prozesse. Sonja Jost, CEO Dude Chem und Vizepräsidentin der IHK Berlin, bewertet die neuen Berliner Sonja Jost CEO Dude Chem Entscheidend ist jetzt, dass daraus konkrete Angebote für die Wirtschaft entstehen. Forschung AGENDA | Innovation | 18
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