Entwicklung sehen wir auch im Berliner Teil der Region.“ Und so soll es weitergehen. Eine 2025 veröffentlichte Studie von FBB (Flughafen Berlin Brandenburg GmbH), WFBB (Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH), der Bundesagentur für Arbeit und den in der Region ansässigen Industrie- und Handelskammern besagt: 38 Prozent der Unternehmen am BER erwarten weitere Beschäftigungszuwächse in den kommenden drei Jahren. Bessere Anbindung gefragt Möglich ist der Aufschwung auch deshalb, weil die Airport-Region ihr Profil als internationaler Logistikstandort mit Großprojekten wie dem P3 Berlin Airport Park für Luftfrachtunternehmen und E-Commerce oder dem nächsten Bauabschnitt des Segro Airportparks mit Flächen für Logistik und Industrie stärkt. Beide Vorhaben – das erste auf neun, das zweite auf 3,6 Hektar – sollen noch in diesem Jahr in Betrieb gehen. Daneben gibt es im gesamten Gebiet viele freie Flächen, die unter anderem für urbane Produktion, Technologie und Gewerbemischgebiete Raum bieten. Denn obgleich Logistik einen hohen Stellenwert einnimmt, zieht die Region zunehmend Firmen aus den Segmenten Pharma und Life Sciences, Gebäudetechnik, Fintech, Energietechnik oder Biotechnologie an. Unternehmen aus immer mehr Branchen finden in der Nähe des BER also gute Voraussetzungen, um sich anzusiedeln – sofern die Politik ihre Hausaufgaben erledigt. Die bestehen insbesondere im Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. 25.000 Pendler pro Tag, Tendenz steigend, müssen bewältigt werden. Gleiches gilt für den Güterverkehr. „Folglich ist es notwendig, die Autobahnen 10, 12 und 13 auszubauen, die Anhalter Bahn von Berlin Richtung Jüterborg und die U7 über Schönefeld bis zum BER“, sagt Barthel. Dann klappt es vielleicht auch mit der Expo 2035: Anfang des Jahres wurde Schönefeld als ein zentraler Austragungsort ins Spiel gebracht. ■ Helmut Barthel Vorsitzender Kommunale Arbeitsgemeinschaft Dialogforum Airport Berlin Brandenburg Die Hälfte des Wachstums geht auf die Flughafenregion zurück. Airport-Region | 45
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