Berliner Wirtschaft Mai 2026

Im Pop-up-Office der IHK in Neukölln traf die Unternehmerschaft auf Bezirksbürgermeister Martin Hikel von Caroline Falk und Silvia Bonath-Scheil Raum für Dialog mit der Politik steigende Kosten und bürokratische Hürden. Viele Betriebe berichten von Schwierigkeiten, Personal zu finden und gleichzeitig steigende Lohnkosten zu tragen. Gefordert wird mehr Unterstützung bei Ausbildung, Qualifizierung und Fachkräftesicherung. Auch wenn es um Förderprogramme geht, wünschen sich Unternehmen mehr Transparenz und einfacheren Zugang statt komplizierter Verfahren. Viele Programme seien in der Praxis kaum greifbar, so die Kritik. Ein Unternehmer formulierte es so: „Gibt es diese Förderungen wirklich – oder nur in der PR?“ Kritisch gesehen wird zudem die Infrastruktur: Gerade für Lieferverkehre seien funktionierende Straßen essenziell. Hier brauche es Lösungen, die wirtschaftliche Abläufe nicht behindern. Parallel wächst die Sorge vor steigenden Steuern und Abgaben. Auch die Unternehmensnachfolge, insbesondere im Mittelstand, rückt zunehmend in den Fokus. Martin Hikel zeigte Verständnis für die Anliegen der Unternehmerinnen und Unternehmer und verwies auf die dynamische Entwicklung Neuköllns – etwa durch Projekte wie den Estrel Tower oder die starke Bildungslandschaft mit der SRH Hochschule Berlin und der CODE University of Applied Sciences. Gleichzeitig betonte der Bezirksbürgermeister die Bedeutung des direkten Dialogs. Darin liegt auch die Stärke des Pop-up-Formats: Es bringt Wirtschaft und Politik niedrigschwellig zusammen und macht konkrete Herausforderungen sichtbar. Die IHK wird die Reihe daher fortsetzen. Unternehmen erhalten somit auch künftig die Chance, ihre Anliegen direkt einzubringen – und somit politische Prozesse aktiv mitzugestalten. ■ Martin Hikel (hintere Reihe, r.) mit Vertretern und Vertreterinnen der Neuköllner Unternehmerschaft sowie IHK-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern Wie eng wirtschaftliche Realität und politische Gestaltung verzahnt sind, zeigte sich beim Pop-up-Office der IHK Berlin in Neukölln. Dort trafen lokale Unternehmerinnen und Unternehmer auf Bezirksbürgermeister Martin Hikel – ein Austausch, der konkrete wirtschaftspolitische Handlungsfelder offenlegte. Das temporäre Büro, angesiedelt in einem ehemaligen Kauf- und Parkhaus, das heute Foodmarket, Dachgarten und Büros beherbergt, steht sinnbildlich für den Wandel in Berlin-Neukölln und bot mit seinem kreativen Nutzungsmix einen guten Rahmen für den offenen Austausch über die wirtschaftliche Lage im Bezirk. Zentrale Themen waren der Fachkräftemangel, Charlotte Werner-Deniz, IHK-Projektmanagerin Pop-up-Office Tel.: 0151 / 59 02 94 26 charlotte.werner-deniz@ berlin.ihk.de Anmeldung Die nächsten Termine und Links für die Anmeldung unter: ihk. de/berlin/ihk-vor-ort FOTO: IHK BERLIN/ROBERT RECKER IHK vor Ort | 63 Berliner Wirtschaft 05 | 2026

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