Berliner Wirtschaft April 2026

Die IHK-Checkliste gibt Tipps, wie Unternehmen sich auf Stromausfälle oder Cyberattacken vorbereiten können von Holger Lunau Wappnen für den Ernstfall Resilienz im Betrieb schaffen. Viele dieser ersten Schritte erfordern keine großen Investitionen, helfen im Ernstfall aber bei der Aufrechterhaltung zentraler Abläufe. Nachfolgend die wichtigsten Punkte: 1. Eigenes Lagebild erstellen Hierzu gehört die Analyse, ob für das Unternehmen oder Teile der Lieferkette ein erhöhtes Risiko, etwa aufgrund sicherheitsrelevanter Tätigkeiten, besteht. Außerdem sollte bedacht werden, wie sich unterschiedliche Krisen- oder Störungsszenarien auf das Unternehmen auswirken könnten. 2. Zuständigkeiten und Prozesse im Unternehmen festlegen Darunter sind solche Punkt gefasst wie die Einrichtung eines Krisenstabes, die Festlegung von Alarmierungs- und Entscheidungsstrukturen im E-Fall, Krisenkommunikationspläne, die Erfassung von Notrufnummern und die Entscheidung, welche Unterlagen in Papierform als Back-up vorliegen sollen. 3. Übungen durchführen Dazu gehören zum Beispiel regelmäßige Tests der Notfallpläne und des Einspielens von Back-ups. 4. Mit Sicherheitsakteuren vernetzen Jedes Unternehmen sollte prüfen, wie es mit den Kontakten zu lokalen Behörden steht, etwa zum Landeskriminalamt, zur Feuerwehr oder dem Technischen Hilfswerk. Im Ernstfall muss klar sein, wohin sich das Unternehmen wenden kann. Weiterbilden und Redundanzen aufbauen Ob, wie und in welchem Umfang zusätzlich in Resilienz investiert wird, muss jedes Unternehmen auf Basis einer individuellen Risikoanalyse selbst entscheiden. Technische, bauliche oder personelle Lösungen können sinnvoll sein, sind aber in der Regel mit Kosten verbunden und erfordern eine strategische Abwägung. Nachfolgend die wichtigsten Schlagworte: 1. Schulungen für Mitarbeitende 2. Cybersecurity und IT-Systeme sichern 3. Objektschutz prüfen 4. Energievorsorge treffen 5. Lieferketten und Abhängigkeiten prüfen 6. Finanzielle Reserven aufbauen ■ Auch in Berlin sind Unternehmen permanent Cyberangriffen ausgesetzt. Durch Extremisten herbeigeführte Stromausfälle sind zwar seltener, können aber nichtsdestotrotz flächendeckend zu Millionenschäden führen. Aber auch Sabotageakte im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg oder Witterungsunbilden sind eine potenzielle Gefahr. Vor diesem Hintergrund spielt betriebliche Resilienz eine wichtige Rolle. Heißt: Unternehmen müssen sich vorbereiten, um flexibel auf Störungen reagieren und den Betrieb so weit wie möglich aufrechterhalten zu können. Die IHK Berlin gewährt dabei mit einer Checkliste Unterstützung. Operatives Krisenmanagement etablieren Bereits mit einfachen organisatorischen Maßnahmen lassen sich wesentliche Grundlagen für die Henrik Holst, IHK-Public-Affairs-Manager für Wirtschaft & Politik Tel.: 030 / 315 10-623 henrik.holst@berlin.ihk.de Blackout – was sollten Unternehmen beachten? Infos zum Ernstfall unter: ihk.de/berlin/ blackout Checkliste zur Stärkung betrieblicher Resilienz unter: ihk.de/berlin/ checkliste-resilienz FOTO: GETTY IMAGES/PETER DAZELEY SERVICE | Resilienz | 58 Berliner Wirtschaft 04 | 2026

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