Berliner Wirtschaft Oktober 2026

Sebastian Stietzel ist Präsident der IHK Berlin und Geschäftsführer der Marktflagge GmbH, Management & Investments Zugegeben: Nicht alle Rahmenbedingungen, die Unternehmen einfordern, lassen sich auf Landesebene schaffen. Doch Bürokratie, Abgabenlast und Investitionsstau sind hausgemachte Probleme – und hier gibt es massiven Handlungsbedarf! Ich höre schon den Einwand: Da sind doch hauptsächlich Brüssel und der Bund zuständig, was kann das Land Berlin da schon ausrichten. Aber das Land könnte mehr, als man denkt. Das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung in Tübingen hat im Auftrag der IHK Berlin nachgerechnet: Würde Berlin die landesseitigen bürokratischen Erfüllungspflichten von Unternehmern halbieren, hätte ein typischer Mittelständler mit 20 Mitarbeitern im Jahr 35 Tage mehr für produktive Arbeit (S. 10). Endlich wieder Zeit fürs Unternehmertum! Warum machen wir es nicht wie Baden-Württemberg oder NRW: Alle speziellen Landesvorschriften zu Berichtspflichten müssen konsequent auslaufen. Wiedereingeführt wird nur, was nachweislich notwendig ist. Das ist eine der Hauptaufgaben einer neuen Berliner Regierung! Ihr Verpackungssteuer Nach Tübingen, Konstanz und Freiburg hat nun Potsdam eine Verpackungssteuer eingeführt. Auch für Berlin wird die Abgabe auf Einwegverpackungen diskutiert. Dabei ist ihre Wirkung – abgesehen vom bürokratischen Aufwand – laut einer aktuellen Studie gering. Seite 18 Eine Studie zeigt, was in Berlin möglich wäre berliner-wirtschaft.de Mehr Business-News und Storys aus den Unternehmen der Hauptstadt, dazu Zahlen, Fakten und Meinungen bietet der Online-Auftritt der „Berliner Wirtschaft“: ZEICHNUNG: ANDRÉ GOTTSCHALK; TITEL: AMIN AKHTAR Berliner Wirtschaft 10 | 2026 Editorial | 03

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