Berliner Wirtschaft September 2026

Berliner Betriebe machen vor, wie der Umstieg auf den E-Fuhrpark gelingt von Alice Lerch (eMO) und Dr. André Schmiljun Antrieb für die Wirtschaft Markthochlauf wird eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur zum entscheidenden Faktor. Wie dies in der Praxis gelingen kann, zeigt ein aktuelles Leuchtturmprojekt am Berliner Westhafen. Die Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft mbH (Behala) und die Cut Power-Gruppe realisieren dort den ersten öffentlich nutzbaren Mega-Charging-Hub für elektrische Nutzfahrzeuge aller Größenklassen. Auf acht Ladeplätzen können E-Lkw mit bis zu einem Megawatt laden. Ein Batteriespeicher stellt bei Bedarf zusätzliche Leistung bereit und entlastet das Netz. „Mit diesem Projekt schaffen wir in Berlin eine europaweite Benchmark für die Logistik von morgen“, sagt Karl Eberhard Hunke, Vorstand der Cut Power AG. Auch die Behala setzt seit Jahren auf Elektromobilität und treibt mit dem Ladehub die Elektrifizierung des Standorts weiter voran. „Der Westhafen ist ein zentraler Knotenpunkt für Warenströme in der Hauptstadtregion. Mit moderner Ladeinfrastruktur schaffen wir die Voraussetzungen für einen emissionsärmeren Güterverkehr und stärken zugleich die Zukunftsfähigkeit des Standorts“, betont Behala-Geschäftsführerin Petra Cardinal. Mit dem Förderprogramm Wirtschaftsnahe Elektromobilität (Welmo) fördert die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe kleine und mittlere Unternehmen bei der Anschaffung von E-Nutzfahrzeugen und dem Aufbau von Ladeinfrastruktur. Die Berliner Agentur für Elektromobilität eMO unterstützt diese als Landesagentur und Teil der Wirtschaftsförderung und begleitet Unternehmen bei der Elektrifizierung ihrer Flotten, vermittelt Partner und informiert über Fördermöglichkeiten. ■ Nachhaltige Mobilität wird zum Standortfaktor für Unternehmen Nutzfahrzeuge sind für viele Betriebe unverzichtbar. Steigende Kraftstoffkosten und wachsende Nachhaltigkeitsanforderungen machen den Umstieg auf elektrische Antriebe zunehmend attraktiv. Dass Elektromobilität ein handfester Wirtschaftsfaktor ist, hat die auf Innenausbau in der Hotellerie spezialisierte DSH GmbH früh erkannt. Die betriebliche Ladeinfrastruktur ist mit einer Photovoltaikanlage gekoppelt, die einen Großteil des benötigten Stroms liefert. „Durch die Umstellung unserer Flotte auf E-Mobilität und die Integration der Solaranlage in unser Lademanagement konnten wir die Fuhrparkkosten um 30 Prozent senken“, berichtet Diana von Lützau, Geschäftsführerin der DSH GmbH. Auch die Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs nimmt Fahrt auf. Für den weiteren Dr. André Schmiljun, IHK-Public-Affairs- Manager Nachhaltige Verkehrspolitik Tel.: 030 / 315 10-614 andre.schmiljun@ berlin.ihk.de Infos und Austausch Die eMO-Projektbörse am 6. November bietet Beispiele, Fachinformationen und Austausch. eMO unterstützt Die Berliner Agentur für Elektromobilität eMO informiert zu E-Themen. FOTO: BERLIN PARTNER/EVENTFOTOGRAFEN.BERLIN E-Mobilität | 35 Berliner Wirtschaft 09 | 2026

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