Ibrahim Buge Gründer & Geschäftsführer Persobots GmbH FRAGEN AN3 Die wirtschaftliche Lage der Berliner Clubszene hat sich in den vergangenen neun Jahren deutlich verschlechtert. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Clubcommission im Auftrag des Senats erstellt hat. Während im Jahr 2017 noch 79 Prozent der Clubbetreiber erklärten, kostendeckend arbeiten zu können, waren es im vergangenen Jahr nur noch 61 Prozent. Für fast alle (95 Prozent) Befragten ist die langfristige Existenz vieler Clubs ohne strukturelle Verbesserungen gefährdet; 23 Prozent denken bereits über eine Betriebs- aufgabe in den kommenden zwölf Monaten nach. Zu den größten Problemen zählen die steigenden Gewerbemieten. Auch ändert sich das Konsumverhalten der Clubgäste. Der Konsum von Alkohol sinkt. Beliebt und damit ein wichtiger Grund für die Berlin-Besuche von jüngeren Menschen sind die Clubs aber weiterhin. Die Clubs reagieren auf die Probleme mit höheren Getränkepreisen (67 Prozent), einer erweiterten musikalischen Ausrichtung (62), Kooperationen mit anderen Clubs (55) und höheren Eintrittspreisen (47). bw Studie: Clubs geraten stärker unter Druck Das Hotel Palace Berlin wird ab dem ersten Quartal 2027 als Hyatt Regency Palace Berlin auftreten. Unter dem neuen Namen wird es sich noch stärker auf das internationale Business- und Veranstaltungssegment ausrichten. Zudem sind Investitionen in die Umgestaltung und Modernisierung geplant. bw Hotel Palace Berlin Neuer Markenauftritt BW: Sie entwickeln Kochroboter. Wann kommt Ihr erstes Produkt auf den Markt? Ibrahim Buge: Als Partner konnten wir einen Berliner Burger- und einen Fried-Chicken-Gastronomen gewinnen. Bis Jahresende werden beide Pilotprojekte im Restaurantbetrieb erprobt. Frynius ist unsere erste Roboterküche für die autonome Produktion frittierter Speisen. Weitere Module, etwa zum Toasten von Buns und Panieren von Chicken, folgen. Im Zentrum steht unser Betriebssystem. Woher kommt die größte Nachfrage? Aus der Systemgastronomie. Die möchte schneller und einfacher skalieren, tut sich aber aufgrund steigender Kosten, hoher Personalfluktuation und wachsender Komplexität in den Küchen sehr schwer. Wie sieht die Gastronomie der Zukunft aus? Es wird weiter diverse Konzepte geben, und vom Fine Dining bis zum Streetfood werden Menschen von Menschen bedient werden. Aber bei Schnellrestaurantketten an To-go-Spots werden hoch automatisier- te Prozesse in Roboterküchen mit Physical AI im Wettbewerb entscheiden. 217 Apartments FOTOS: PERSOBOTS, GETTY IMAGES/IVAN PANTIC, BVG Die Clubszene ist für viele junge Menschen ein Grund für Berlin-Besuche Nur noch 61 Prozent der Betreiber arbeiten kostendeckend sollen ab 2028 im Boulevard Berlin auf 8.000 Qudratmetern gebaut werden. Betreiber ist die FU.Life Group. Zudem wird eine Atriumfläche als zentraler Begegnungsort entstehen. BRANCHEN | Kompakt | 32 Berliner Wirtschaft 09 | 2026
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