Die Jobmesse für Geflüchtete war erneut ein wirksamer Treffpunkt von Unternehmen und internationalen Jobsuchenden von Sadaf Mazareii Begegnung schafft Chancen nen und Besucher ist das entscheidend. „Online bewerben ist etwas anderes, als hier zu sehen, wie offen Unternehmen auf einen zugehen. Das macht Mut“, sagt ein Messebesucher. Auch Unternehmen profitieren: Gespräche finden jenseits klassischer Bewerbungsunterlagen statt, Qualifikationen und Motivation werden im direkten Austausch sichtbarer, Erwartungen lassen sich früh klären. Eines davon war Domino’s Pizza. Christian Schenke, Franchisepartner in Berlin, war vor Ort: „Wir suchen regelmäßig motivierte Bewerbende. Die FuTog ist dafür ideal.“ Schenke nutzte die Messe, um ein differenziertes Bild seines Unternehmens zu vermitteln. „Mir war wichtig, zu zeigen, dass wir viel mehr sind als ein Lieferdienst“, sagt er. Besonders groß sei das Interesse gewesen, als er den Karriereweg erklärte: „Ein Aha-Moment war, wie viel Aufmerksamkeit unser interner Entwicklungsweg bekommen hat, sobald ich ihn etwas ausführlicher erklärt habe.“ Dieser Weg ist für Schenke selbst gelebte Praxis: Er startete als Fahrer und leitet heute gemeinsam mit seiner Frau mehrere Standorte. Eine Geschichte, die bei vielen Besucherinnen und Besuchern auf Resonanz stieß, nicht zuletzt, weil Entwicklungsperspektiven für viele Menschen ein zentrales Motiv bei der Jobsuche sind. „Wir sehen, dass es eine große Zahl motivierter Jobsuchender gibt“, sagt Schenke. Für den Unternehmer steht fest: „Ich empfehle die FuTog allen, die regelmäßig suchen und schwer passende Bewerbende finden.“ Die FuTog liefert keine einfachen Antworten auf den Fachkräftemangel. Aber sie macht Potenziale sichtbar und schafft Begegnungen, aus denen Perspektiven entstehen. ■ Austausch auf Augenhöhe: Unternehmen und internationale Talente auf der FuTog im Ludwig Erhard Haus Die FuTog – Future Together Berlin – ist Berlins größte Jobmesse für Geflüchtete. Getragen von Jobcentern, der IHK Berlin, der Handwerkskammer und der Bundesagentur für Arbeit, bringt sie seit 2022 Unternehmen und Menschen mit Fluchtgeschichte zusammen. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten bleibt der Bedarf an Arbeitskräften hoch – die FuTog schafft Raum für offenen Austausch. In diesem Jahr nutzten wieder zahlreiche Talente die Chance: Rund 3.500 Besucherinnen und Besucher sowie etwa 50 Unternehmen aus Handel, Handwerk, Pflege, IT, Logistik und Dienstleistung kamen im Ludwig Erhard Haus zusammen. Im Mittelpunkt: Begegnung, Orientierung und Perspektiven. Für viele BesucherinSadaf Mazareii, IHK-Koordinatorin Fachkräfte und Talente Tel.: 030 / 315 10-871 sadaf.mazareii@ berlin.ihk.de Mehr zur FuTog Weitere Informationen unter: ihk.de/berlin/futog 3 500 Besucherinnen und Besucher kamen zur FuTog ins Ludwig Erhard Haus. FOTOS: IHK BERLIN/ROBERT RECKER FACHKRÄFTE | Internationale Talente | 50 Berliner Wirtschaft 06 | 2026
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