Die Geyer Umformtechnik setzt auf Nachhaltigkeit und Resilienz. Diese Ziele bestimmen auch die Auswahl passender Förderinstrumente mit Programme mit Strategie Christian Wolff ist Geschäftsführer der Geyer Umformtechnik GmbH in Berlin-Marienfelde B lech ist bei Geyer Umformtechnik Werkstoff und Wandel zugleich. Das Unternehmen aus dem Berliner Süden beweist, wie sich ein über 80 Jahre alter Industriebetrieb neu erfinden kann, ohne seine Herkunft zu verlieren. „Unser Geschäftsmodell haben wir vom klassischen Blechbearbeiter zum hochdigitalisierten, nachhaltigen Systemfertiger gewandelt“, sagt Geschäftsführer Dr. Christian Wolff. Heute vernetzt das Unternehmen Menschen, Maschinen, Roboter und Software, um vom Musterbau bis zur großen Losgröße flexibel reagieren zu können. Dabei reicht die Fertigungstiefe weit über reine Blechbearbeitung hinaus: Blechsysteme, Montagen, Beschichtungen, Druckverfahren sowie Lager- und Logistikkonzepte gehören mittlerweile zum Angebot. Der Anspruch dahinter ist strategisch: „Nachhaltigkeit ist für uns längst kein rein ethisches Thema mehr, sondern ein harter Wettbewerbsfaktor“, so Wolff. Damit wird Geyer Umformtechnik gleichzeitig zum Partner für die Dekarbonisierung der Kunden des Unternehmens. Dieser Anspruch ist eng mit Resilienz und mit der Frage verbunden, wie sich Investitionen beschleunigen lassen. Lieferketten, volatile Energiepreise und Fachkräftemangel sollen Geyer Umformtechnik nicht schwächen, sondern robuster machen. „Unser Ziel ist ein Geschäftsmodell, das äußeren Belastungen standhält“, sagt Wolff. Förderprogramme spielen dabei eine wichtige Rolle, allerdings nicht als Startpunkt, sondern als passender Verstärker. „Förderprogramme entfalten ihre Wirkung nur dann, wenn sie zur eigenen Strategie passen“, weiß der Geschäftsführer der Geyer Umformtechnik. „Die Reihenfolge ist entscheidend: erst die unternehmerische Vision, dann die passende Förderung – nicht umgekehrt.“ Wer das Förderprogramm zum Ausgangspunkt macht, verliert nach Überzeugung von Wolff schnell den strategischen Fokus. Die Programmlandschaft ist komplex, viele Förderungen sind zeitlich befristet oder regional begrenzt. „Es lohnt sich, gezielt zu suchen, statt sich im Dschungel Dr. Christian Wolff Erst die unternehmerische Vision, dann die passende Förderung – nicht umgekehrt. FOTO: CHRISTIAN KIELMANN FOKUS | Förderung & Finanzierung | 20 Berliner Wirtschaft 06 | 2026
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