Sein erstes Katana, ein japanisches Langschwert, erwarb Peter Janssen vor mehr als 40 Jahren. Was auf dem Trödelmarkt an der Straße des 17. Juni begann, ist zu einer Sammlung mit internationaler Ausstrahlung herangewachsen. 4.000 Stücke umfasst sie, 2017 eröffnete der Bauunternehmer sein privates Samurai Museum, zunächst in Berlin-Dahlem. Fünf Jahre später zog es um: Auguststraße, beste Lage in Berlin-Mitte. Dort zeigt Direktor Alexander Jöchl (Foto) rund 1.000 Exponate – Rüstungen und Waffen, aber auch Handwerkskunst, die Kultur und Geschichte der Adelskrieger vermittelt. Neben interaktiven Stationen tragen dazu Aufführungen im traditionellen Nō-Theater und Teezeremonien bei. Wie ein Ritterschlag ist die Nominierung des Hauses für den European Museum of the Year Award. Die Spannung bleibt noch etwas erhalten, im Juni wird die renommierte Auszeichnung in Bilbao vergeben. Kultur der Kriegerkaste Entdeckt | 07
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