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Junge Tüftler: Wie Sabrina Konzok Schule neu denken will

Die gemeinnützige Junge Tüftler gGmbH ist ein Berliner Sozialunternehmen, das digitale Bildung ganz praktisch macht: Sie begleitet Schulen und außerschulische Lernorte dabei, Maker Education aufzubauen – von der ersten Inspiration bis zur nachhaltigen Umsetzung. Herzstück ist das TüftelLab, ein Konzept, mit dem sich praktisch jedes Klassenzimmer in einen Makerspace verwandeln lässt.

Seit 2023 wird die Organisation von Sabrina Konzok und Co-Geschäftsführerin Claudia Tillmann geleitet. Sabrina Konzok bringt dafür einen klaren Social-Entrepreneurship-Background mit. Sie war lange in der Szene unterwegs und kommt aus dem digitalen Bildungsbereich. Mit der neuen Geschäftsführung konnten die TüftelLabs unter anderem auch nach München gebracht werden.

Konzok ist bei Junge Tüftler heute Geschäftsführerin und Gesellschafterin. Sie arbeitet nach Angaben des Unternehmens unter anderem mit Partnern zusammen, baut neue Labs auf und entwickelt gemeinsam mit dem Team Produkte und Angebote für die Lernplattform weiter. Ihr besonderes Interesse gilt der Frage, wie Maker Education für die Schulentwicklung genutzt werden kann.

Junge Tüftler: Tüfteln mit Kindern statt Technik nur erklären

Kinder und Jugendliche sollen nicht nur „über“ Technologie lernen, sondern mit digitalen Werkzeugen selbst Erfahrungen sammeln, Dinge bauen, Fehler machen, Verbesserungen vornehmen – und so Selbstwirksamkeit und Zukunftskompetenzen entwickeln. Das Team begleitet Schulen beim Aufbau und Betrieb von Makerspaces, liefert praxiserprobte Materialien und unterstützt Lehrkräfte mit Fortbildungen und konkreten Unterrichtsformaten.

Wie die interne Organisation funktioniert, beschreibt das Team selbst mit dem sprechenden Begriff „Tüftelkratie“. Dahinter steckt ein selbst entwickeltes Organisationsmodell, das von Holokratie und Soziokratie inspiriert ist. Es zeichnet sich durch viel Eigenverantwortung, Transparenz, rollenübergreifendes Arbeiten und flache Hierarchien aus. Genau diese Arbeitsweise soll es ermöglichen, dass Teams in Makerspaces, Learning Design und Schulkooperationen schnell voneinander lernen und trotzdem konsistent arbeiten.

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Wie Junge Tüftler den Schulalltag verändern will

In der Praxis zeigt sich das auch in der nach außen gerichteten Haltung: Junge Tüftler denkt weniger in „einmaligen Projekttagen“ und stärker in dauerhafter Verankerung. Das Unternehmen möchte, dass Lernorte robuste Strukturen erhalten – mit Materialien, Fortbildungen und Formaten, die im Schulalltag wirklich funktionieren. Dadurch soll das Tüfteln nicht nur ein netter Zusatz sein, sondern den Unterricht und Schulbildung im Allgemeinen langfristig verändern.