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Zeitgemäßes Gürteltier

Neues Business Welcome Center, moderne Ausstattung und Ladestationen in der Tiefgarage: Das Ludwig Erhard Haus wird noch kundenfreundlicher.
von Christine Nadler Ausgabe 11/2019

Mit neuer Ausstattung soll das LEH stärker an moderne Geschäftsprozesse angepasst werden
Mit neuer Ausstattung soll das LEH stärker an moderne Geschäftsprozesse angepasst werden. Foto: AUKETT + HEESE GmbH
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Warum Sie diesen Artikel lesen sollten

  • Das Ludwig Erhard Haus präsentiert sich künftig noch offener und transparenter.
  • Nach dem Umbau stellt das Haus einen idealen Treffpunkt für Unternehmer dar.

Umbau im Lud­wig Erhard Haus: Die IHK Ber­lin hat die Moder­ni­sie­rung des Ein­gangs­be­reichs im Lud­wig Erhard Haus (LEH) ange­packt. Anfang Juli began­nen die Bau­ar­bei­ten, geplan­ter Fer­tig­stel­lungs­ter­min ist der 31. Okto­ber 2020. Rund 13 Mio. Euro Bud­get ste­hen für Umbau und Sanie­rung ins­ge­samt zur Ver­fü­gung. Die IHK-Voll­ver­samm­lung hat­te den Betrag dafür im ver­gan­ge­nen Jahr frei­ge­ge­ben. Knapp sechs Mio. Euro ent­fal­len auf den Bau des Busi­ness Wel­co­me Cen­ter (BWC) und gut sie­ben Mio. Euro auf die Sanie­rung der Pas­sa­ge. Dar­über hin­aus wer­den eini­ge Park­plät­ze in der Tief­ga­ra­ge des LEH mit Elek­tro­la­de­sta­tio­nen aus­ge­stat­tet. Die IHK war selbst lan­ge „nur“ Mie­ter in dem Gebäu­de. Erst im ver­gan­ge­nen Jahr konn­te sie das Gebäu­de erwer­ben.

Nach gut 20 Jah­ren Nut­zung ent­spricht der heu­ti­ge Ein­gangs­be­reich des Lud­wig Erhard Hau­ses hin­sicht­lich Kun­den­ori­en­tie­rung und Aus­stat­tung nicht mehr den Anfor­de­run­gen der neu­en Geschäfts­pro­zes­se der IHK Ber­lin. Mit Blick auf eine ziel­ge­rich­te­te Nut­zung soll u.a. die im Boden ver­leg­te Elek­trik auf den neu­es­ten Stand gebracht wer­den.

Ver­ant­wort­lich für die Umge­stal­tung ist das Ber­li­ner Archi­tek­tur­bü­ro Aukett + Hee­se GmbH. Die Pla­ner hat­ten in den ver­gan­ge­nen Jah­ren u. a. den Mer­ce­des-Benz-Platz ent­wor­fen. Bei der Neu­ge­stal­tung wur­de aber auch der ursprüng­li­che Archi­tekt des Hau­ses, Nicho­las Grims­haw, ein­be­zo­gen.

Die Pas­sa­ge soll Kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­ge­bo­te und Begeg­nungs­mög­lich­kei­ten für Unter­neh­men mit der IHK und auch für die Unter­neh­men unter­ein­an­der anbie­ten.
Dr. Bea­tri­ce Kramm, Prä­si­den­tin der IHK Ber­lin

Das bis­lang mit­tig plat­zier­te Bis­tro wird an eine Sei­te des Hau­ses wei­chen. Inner­halb der Emp­fangs­hal­le plant die IHK sechs The­men­in­seln. Mul­ti­funk­tio­na­le Sitz­land­schaf­ten mit ste­hen­den Bild­schirm­säu­len sol­len künf­tig für locke­re Gesprächs­run­den genutzt wer­den kön­nen. Als Bau­stoff spie­len Glas­ele­men­te eine füh­ren­de Rol­le. So soll etwa das Gelän­der auf der Gale­rie künf­tig durch­sich­tig sein.

Eine Maß­nah­me, um die Ver­kehrs­wen­de in Ber­lin zu unter­stüt­zen, ist die Aus­stat­tung von Park­häu­sern und Tief­ga­ra­gen in City­la­ge mit Elek­tro-Lade­sta­tio­nen. Hier geht die IHK mit gutem Bei­spiel vor­an und stat­tet das eige­ne Park­haus mit eini­gen Lade­sta­tio­nen aus, zumal hier mit einem zuneh­men­den Bedarf gerech­net wird.

Das im Sep­tem­ber 1998 offi­zi­ell eröff­ne­te Lud­wig Erhard Haus zählt zu den archi­tek­to­ni­schen Sehens­wür­dig­kei­ten der Stadt. Die von dem bri­ti­schen Star-Archi­tek­ten Nicho­las Grims­haw gestal­te­te Stahl-Glas-Kon­struk­ti­on ließ das Gebäu­de schnell zu einem Mar­ken­zei­chen für die Ber­li­ner Wirt­schaft wer­den. Sein Spitz­na­me „Gür­tel­tier“ bezieht sich auf sei­ne Bogen­struk­tur: Ins­ge­samt 15 halb­el­lip­ti­sche Bögen, bis zu 38,6 m hoch und 61,2 m weit span­nend, bil­den die Grund­struk­tur des Gebäu­des. Wegen der Stahl­rip­pen, der pfo­ten­ar­ti­gen Stüt­zen und der „schup­pig“ wir­ken­den Fas­sa­de kam der Name zustan­de. Grims­haw äußer­te sich mehr­fach dazu, dass die Natur „Vor­bil­der“ für Gebäu­de lie­fern kön­ne. Die neun obe­ren Geschos­se hän­gen an den Bögen, dadurch wur­de der Bau eines stüt­zen­frei­en Erd­ge­schos­ses ermög­licht.

Die­se Beson­der­hei­ten mach­ten das Lud­wig Erhard Haus zu einem belieb­ten Model: So war es Dreh­ort für Ber­li­ner „Tatort“-Folgen (Poli­zei­prä­si­di­um) und Kulis­se für wei­te­re Video- und Fern­seh­pro­duk­tio­nen. Auch in Hol­ly­wood-Fil­men kam es zum Ein­satz, etwa für „A Most Wan­ted Man“ mit Phil­ip Sey­mour Hoff­man.  

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