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Pro & Contra: Muss das Fahren mit E-Rollern in Berlin strenger reglementiert werden?

Nur wenige Wochen nach der Einführung wurden die E-Roller bereits von zwei Orten in Berlin wieder verbannt. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz kündigt weitere Maßnahmen an, um die Nutzung von E-Tretrollern für alle Verkehrsteilnehmer sicher zu gestalten.
Ausgabe 09/2019

Pro

„Sieht so etwa die ökologische Verkehrswende aus? Die gesamte Innenstadt wird mit E-Rollern zugeparkt. Strengere Regeln sind unabdingbar.“
Leszek Nadolski, Erster Vorsitzender der Innung des Berliner Taxigewerbes
Leszek Nadolski
Erster Vorsitzender der Innung des Berliner Taxigewerbes

Die E-Rol­ler sind die neue Kehr­sei­te der E-Mobi­li­tät. Sieht so etwa die öko­lo­gi­sche Ver­kehrs­wen­de aus? Die gesam­te Innen­stadt wird mit E-Rol­lern wild zuge­parkt. Mit Blick auf den sorg­lo­sen Umgang der Nut­zer damit stellt sich auch die Fra­ge, ob bald die rigo­ro­se Ent­sor­gung in der Spree folgt. Zusätz­lich birgt die Nut­zung ab 14 Jah­ren ein hohes Risi­ko für Kind und Mit­bür­ger. Durch das Igno­rie­ren von Ver­kehrs­re­geln und feh­len­de Kon­trol­len ent­steht ein rechts­frei­er Raum: Miss­brauch von Geh­we­gen, Ver­kehrs­hin­der­nis­se durch wild abge­stell­te Rol­ler, rück­sichts­lo­ses Fah­ren. Stren­ge­re Regeln für Zulas­sung und Benut­zung der E-Rol­ler – even­tu­ell ein Füh­rer­schein – sind daher für Ber­lin unab­ding­bar. Es soll­te eine Ober­gren­ze für die Zulas­sung oder sogar Kon­zes­sio­nie­rung von E-Rol­lern in Ber­lin geben.

Lesenswert

Warum Sie diesen Artikel lesen sollten

  • Viele betrachten den Trend E-Tretroller bereits als Plage für das Stadtbild.
  • Befürworter der neuen Gefährte sehen Chancen für die letzte Meile.
Ihre Meinung zählt

Muss das Fah­ren mit E-Rol­lern in Ber­lin stren­ger regle­men­tiert wer­den?

Muss das Fahren mit E-Rollern in Berlin strenger reglementiert werden?
E-Scooter spalten die Geister
E-Scooter spalten die Geister. Foto: Maximilian Becker/Tier

Contra

„Bei einer nahtlosen Integration in urbane, multimodale Verkehrskonzepte bieten E-Roller eine echte Alternative für die First und Last Mile.“
Timon Rupp, Gründer und CEO von The Drivery GmbH
Timon Rupp
Gründer und CEO von The Drivery GmbH

In die Ent­wick­lung neu­er urba­ner Mobi­li­täts­for­men kommt mit den E-Rol­lern end­lich Bewe­gung. Ein Aus­brem­sen durch zu stren­ge Regle­men­tie­run­gen und Ver­bo­te ist kein geeig­ne­tes Mit­tel. Viel­mehr gilt es den Schwung kon­struk­tiv zu nut­zen, um E-Rol­ler wei­ter in urba­ne, mul­ti­moda­le Ver­kehrs­kon­zep­te zu inte­grie­ren. Sowohl die Nut­zer als auch die Infra­struk­tur müs­sen dabei auf die neu­ar­ti­ge Mobi­li­täts­form vor­be­rei­tet wer­den. Die Auf­klä­rung der Nut­zer zum Bei­spiel durch Sicher­heits­trai­nings ist dem­entspre­chend genau­so wich­tig wie der Aus­bau der Infra­struk­tur in Form von siche­ren Rad- und Roll­er­we­gen. Bei einer naht­lo­sen Inte­gra­ti­on in ein Ver­kehrs­kon­zept bie­ten E-Rol­ler eine ech­te Alter­na­ti­ve für die First und Last Mile in einer Groß­stadt wie Ber­lin.

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