Tourismus ist ein weltweit wachsender Wirtschaftsfaktor. Mit digitalen Lösungen steuert die Branche Besucherströme und sorgt so für eine nachhaltigere Entwicklung von Eli Hamacher Besser unterwegs Mit einem solch schnellen Aufstieg hätte vor 60 Jahren wohl niemand gerechnet. Als die Internationale Tourismus-Börse Berlin (ITB) im Jahr 1966 zum ersten Mal auf dem Berliner Messegelände stattfand, präsentierten gerade einmal neun Aussteller aus fünf Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen. Schon 1973 galt die ITB als „Fachmesse mit Weltgeltung“. Im Jubiläumsjahr 2026 werden bis zu 5.800 Aussteller aus mehr als 170 Ländern und Regionen erwartet. Jüngste Partnerländer wie Angola, Albanien, Oman, Georgien und Botswana zeigen, wie der Tourismus die Welt erobert hat. 2024 sind laut UN Tourism knapp 1,5 Mrd. Menschen international verreist. Als einer der weltweit am schnellsten wachsenden Wirtschaftssektoren ist der Tourismus ein zentraler Motor für Wohlstand, Arbeitsplätze und Infrastrukturentwicklung. Mittlerweile findet die ITB als B2B-Fachmesse sogar in China, Indien und Mexiko statt. Nach der Globalisierung bestimmen vor allem Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der Branche über den Erfolg neuer Geschäftsmodelle. „Bei Smart Tourism geht es darum, wie digitale Technologien den gesamten Tourismus intelligent vernetzen: von der Inspiration und Buchung über das Reiseerlebnis vor Ort bis hin zur datenbasierten Steuerung von Destinationen“, sagt 88 % mehr ländliche Aufenthalte werden seit 2019 auf Airbnb gebucht (Stand 2024). Digitale Steuerung lenkt Besucher gezielt fort von Hotspots. Berliner Wirtschaft 03 | 2026 service
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