Die IHK Berlin schafft Begegnungen zwischen Jugendlichen und Betrieben. Und weckt das Ausbildungsinteresse auf beiden Seiten von Laura Kalcher Realistische Einblicke pro Schuljahr mindestens vier Unternehmenskontakte zu ermöglichen. Diese Begegnungen senken Hemmschwellen und eröffnen realistische Einblicke. Im Fokus steht Praxis: Gespräche mit Beschäftigten, Einblicke hinter die Kulissen und kurze Aufgaben mit Berufsbezug. Persönliche Kontakte erleichtern den Zugang, da die Jugendlichen die Berufe über Menschen und nicht über eine Website kennenlernen. So entsteht ein klareres Selbstbild für den Übergang in die Arbeitswelt. Ein Beispiel: Bei einer gemeinsamen Kocheinheit erhielt eine Klasse realistische Einblicke in den Arbeitsalltag eines Hotelkochs. Betriebsbesichtigungen mit einer Hotelfachfrau zeigten die Unterschiede zwischen Service, Küche und Rezeption. Einige Jugendliche, die bislang keinen Ansatzpunkt für ihre Berufswahl hatten, entdeckten durch praktische Aufgaben und Gespräche eigene Stärken und bewerben sich nun gezielt für ein Praktikum im Hotelbereich. Damit solche Module gelingen, organisieren die Kooperationsmanagerinnen und -manager die Zusammenarbeit und entlasten somit Schulen und Betriebe. Unternehmen profitieren wiederum vom direkten Austausch und frühzeitigen Kontakten zu potenziellen Auszubildenden. Branchenoffen können sich Betriebe beteiligen, die Jugendlichen praktische Einblicke oder Einstiegsmöglichkeiten bieten möchten. Der erste Schritt für Unternehmen ist ein kurzes Beratungsgespräch. Anschließend lässt sich schnell ein Kennenlernformat mit der Schule planen. ■ Mit dem Profi kochen – und auf den Geschmack einer Ausbildung kommen Vielen Jugendlichen fällt es schwer, berufliche Perspektiven zu entwickeln. Gleichzeitig wird es für Unternehmen immer herausfordernder, Nachwuchskräfte zu gewinnen. Um dem entgegenzuwirken, unterstützen seit diesem Schuljahr Kooperationsmanagerinnen und -manager der IHK Berlin sechs Oberstufenzentren mit dem Bildungsgang „Integrierte Berufsausbildungsvorbereitung mit berufsorientierendem Schwerpunkt“, kurz IBA Praxis. Das Kooperationsmanagement bringt Schulen und Wirtschaft zusammen, schafft Begegnungen mit Betrieben und stärkt lokale Netzwerke. Als Teil eines multiprofessionellen Teams berät es Unternehmen zu geeigneten Formaten und entwickelt Angebote, die beiden Seiten gerecht werden. Ziel ist es, jeder Schülerin und jedem Schüler Heike Yürgüc, IHK-Bereichsleiterin Berufsorientierung und Schulkooperationen Tel.: 030 / 315 10-722 heike.yürgüc@berlin.ihk.de FOTO: ISTOCKPHOTO/HISPANOLISTIC Berufsorientierung | 49 Berliner Wirtschaft 03 | 2026
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