Mitgestalten und abgesichert arbeiten: Die SmartDe eG zeigt zukunftsweisende Wege für die Soloselbstständigkeit von Sabrina Benning Rückhalt statt Alleingang „Bei der SmartDe Genossenschaft stehen nicht externe Interessen im Mittelpunkt, sondern die Bedürfnisse unserer Mitglieder – Soloselbstständige und Kollektive – mit dem Ziel, ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern“, erklärt Alicja Möltner. Die demokratische Mitbestimmung schafft Vertrauen; der rechtssichere Rahmen ermöglicht innovative Modelle sozial abgesicherter Selbstständigkeit. SmartDe eG stellt Soloselbstständige an – mit Zugang zu Arbeitslosengeld, Mutterschafts- und Elterngeld sowie Aktivrente. Magdalena Ziomek: „Unser sozialer Impact liegt in sozialer, finanzieller und administrativer Absicherung sowie im aktiven Beitrag zu mehr Gerechtigkeit und zur bestmöglichen wirtschaftlichen Entfaltung unserer Mitglieder.“ Gleichzeitig senkt die Genossenschaft Eintrittsbarrieren ins Unternehmertum und öffnet eine starke Community mit über 1.200 Mitgliedern. Die Genossenschaftslogik erhöht zudem Krisenresilienz: Risiken werden verteilt, Liquiditätsengpässe abgefedert. In der Corona-Pandemie konnten angestellte Mitglieder Kurzarbeitergeld beziehen – ein Schutzschirm, den viele Soloselbstständige außerhalb genossenschaftlicher Strukturen nicht hatten. Ein weiterer Hebel ist die europäische Vernetzung, unter anderem mit Belgien, wo das Modell seinen Ursprung hat. „Durch den kontinuierlichen Austausch lernen wir voneinander, entwickeln innovative Methoden weiter und nutzen teilweise gemeinsame Ressourcen und Projekte“, erläutert Alicja Möltner. Für Berlin heißt das: internationale Kooperation, Wissenstransfer und mehr Sichtbarkeit – mit neuen Perspektiven und gemeinsamen Ressourcen, die die Arbeitsbedingungen nachhaltig stärken. Motivation und Bindung wachsen durch Co-Creation: Mitglieder können Förderprojekte beantragen, Kooperationen schmieden und die Genossenschaft mitgestalten. Zudem entstehen Benefits, wie Zugang zu gemeinsamer Infrastruktur und Peer-Learning. Über 50 Nationalitäten und mehr als 30 Berufsgruppen machen SMartDe eG zu einem vielfältigen, zukunftsfähigen Ökosystem – und die soziale Ökonomie zu einem echten Standortvorteil für Berlin. ■ B erlin gilt als Hauptstadt der Social Economy: Wirtschaft wird hier als Gemeinschaftsaufgabe gedacht – vielfältig, inklusiv, international vernetzt. Ein Beispiel dafür ist SmartDe eG unter der Co-Geschäftsführung von Alicja Möltner und Magdalena Ziomek. Die Genossenschaft zeigt, wie eine soziale Unternehmens-DNA Wertschöpfung, Sicherheit und Teilhabe verbindet – besonders für Soloselbstständige. Sabrina Benning, IHK-Junior-Fachreferentin Nachhaltigkeit Tel.: 030 / 315 10-743 sabrina.benning@ berlin.ihk.de Leiten das Unternehmen gemeinsam: Alicja Möltner (l.) und Magdalena Ziomek Magdalena Ziomek Co-Ceo SmartDe eG Unser sozialer Impact trägt zu mehr Gerechtigkeit bei. FOTO: TANJA BARTELS Social Economy | 41
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