Berliner Wirtschaft März 2026

Sebastian Stietzel ist Präsident der IHK Berlin und Geschäftsführer der Marktflagge GmbH, Management & Investments Es ist nicht zu übersehen: Diese Ausgabe hat vor allem eine Botschaft – Ja zur Ausbildung, aber Nein zur Ausbildungsplatzabgabe. Vom Start-up über den Mittelstand bis zum internationalen Konzern machen Berliner Unternehmerinnen und Unternehmer deutlich: Ausbildungsplätze lassen sich nicht verordnen. Zumal trotz schwieriger Lage mehr ausgebildet wird: Laut IHK-Konjunkturerhebungen bewerten Unternehmen ihre wirtschaftliche Lage so schlecht wie seit der Corona-Krise nicht mehr. Trotzdem hat die Berliner Wirtschaft im Vergleich zu 2023 die Zahl der Ausbildungsverhältnisse deutlich gesteigert. Wer Unternehmen jetzt dennoch bestraft, riskiert weniger Ausbildung – statt mehr zu schaffen. Die Argumente sind längst bekannt, jetzt ist Zeit zum Handeln. Es wäre ein fatales Signal an den Wirtschaftsstandort, wenn Bürokratie-Aufbau über wirksame Lösungen die Oberhand gewinnen würde. Die Politik muss die duale Ausbildung zusammen mit der Wirtschaft durch intensive Berufsorientierung und erfolgreicheres Matching stärken und die Ausbildungsplatzabgabe stoppen. Ihr Kongress Impulse aus Wien, Paris, Kopenhagen, Toronto und Singapur zeigten beim IHK-Kongress zur „Weltmetropole Berlin“, mit welchen Strategien Stadtentwicklung effizienter und wirtschaftsfreundlicher gestaltet werden kann. Mit 600 Akteuren war der Kongress auch quantitativ ein Erfolg. Seite 10 Absage an Abgabe berliner-wirtschaft.de Mehr Business-News und Storys aus den Unternehmen der Hauptstadt, dazu Zahlen, Fakten und Meinungen bietet der Online-Auftritt der „Berliner Wirtschaft“: ZEICHNUNG: ANDRÉ GOTTSCHALK; TITEL UND ALLE WEITEREN FOTOS DER INITIATIVE GEGEN DIE AUSBILDUNGSPLATZABGABE: JENS AHNER, KONSTANTIN GASTMANN Editorial | 03 Berliner Wirtschaft 03 | 2026

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