senen Werten. Darin drückt sich der qualitative Unterschied zwischen dynamischem Wachstum und verstetigtem Stillstand aus. Angesichts der verhaltenen Umfrageergebnisse ist nicht zu erwarten, dass wir diesen Stillstand in den nächsten Monaten hinter uns lassen. Geschäftserwartungen, Personal- und Investitionsplanungen sowie Risikoeinschätzungen der Unternehmen sind weiterhin von Skepsis geprägt. Zwar gibt es wenige Branchen, die von etwas lebhafteren Geschäften berichten, doch an anderer Stelle läuft es dafür umso schlechter. Gleiches gilt für die Erwartungen an die kommenden Monate – die an der einen Stelle leicht aufscheinende Zuversicht wird durch die zunehmende Skepsis andernorts aufgehoben. Die aktuelle Konjunkturumfrage bei Berliner und Brandenburger Unternehmen zeigt verstetigten Stillstand – und eine Strukturkrise von Patrick Schulze Anhaltende Schwäche Die Metropolregion Berlin-Brandenburg verharrt zu Jahresbeginn im konjunkturellen Winterschlaf. Die Wirtschaft beider Länder findet nicht auf den Wachstumspfad zurück. Der Konjunkturklimaindex verbessert sich seit dem Herbst nur um einen Zähler und steigt auf 102 Punkte. Das ist deutlich schlechter als der langjährige Durchschnitt von 115 Punkten. Die wirtschaftliche Schwächephase geht damit ins vierte Jahr und zieht sich länger hin als alle Wachstumsdellen der zurückliegenden zwei Jahrzehnte. Zu der Konjunktur- kommt eine ausgeprägte Strukturkrise. Unübersehbar ist die Differenz zwischen den aktuellen und den in den 2010er-Jahren gemesAGENDA | Konjunktur | 14 Berliner Wirtschaft 03 | 2026
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