Berlin muss in Krisenzeiten handlungsfähig bleiben: Beim „Wargame“ in der IHK wurde eine Bedrohungssituation simuliert von Henrik Holst Für eine resiliente Hauptstadt realistischen Bedingungen trainiert werden. Ziel ist es, komplexe Krisenlagen durchzuspielen, Schwachstellen zu erkennen und Kommunikationswege zu verbessern. Vor dem Hintergrund der angespannten Sicherheitslage in Europa simulierten die Teilnehmenden eine Situation kurz vor Ausruf des sogenannten Spannungsfalls. Sabotage, Desinformation und gestörte Lieferketten stellten Berlin als Drehscheibe für die Bundeswehr vor besondere Herausforderungen: Wie bleiben Lieferketten intakt? Wie gelingt Abstimmung zwischen Wirtschaft, Behörden und kritischer Infrastruktur? Im Ludwig Erhard Haus kamen dazu rund 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Senatsverwaltungen, THW, Feuerwehr, Wirtschaft und In- frastrukturbetrieben zusammen. In gemischten Gruppen übernahmen sie Rollen von Landeskrisenstab, Sicherheitsbehörden, Krankenhäusern und Logistikunternehmen. Deutlich wurde: Nur wenn Informationsflüsse zuverlässig funktionieren, Zuständigkeiten klar sind und Bedarfe offen kommuniziert werden, kann die Hauptstadt auch im Notfall widerstandsfähig bleiben. Oder anders gesagt: Wer frühzeitig miteinander spricht, vernetzt denkt und gemeinsam handelt, stärkt Berlins Resilienz – und sorgt dafür, dass die Stadt auch im Ernstfall funktioniert. Ganz nach dem Motto „in der Krise Köpfe kennen“ bot die Veranstaltung daher auch eine willkommene Gelegenheit für das Netzwerken und den persönlichen Austausch. ■ Krisenfall im Fokus: IHK-Hauptgeschäftsführerin Manja Schreiner, Thilo Cablitz (M.) und Brigadegeneral Horst Busch Wie bleibt Berlin in Krisenzeiten handlungsfähig? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines besonderen „Wargaming“, das die IHK Berlin Mitte Januar gemeinsam mit dem German Wargaming Center der Helmut-Schmidt-Universität und dem Berliner Landeskommando der Bundeswehr organisierte. Mit dabei waren Brigadegeneral Horst Busch vom Landeskommando der Bundeswehr Berlin, der Direktor des German Wargaming Centers, Dr. Josef Verbovszky, sowie Thilo Cablitz aus der Senatsinnenverwaltung. Das Format „Wargame“ ist dabei kein rein militärisches Planspiel, sondern eine methodische Übung, bei der strategisches Denken, Entscheidungsfähigkeit und Zusammenarbeit unter Henrik Holst, IHK-Public-Affairs-Manager Digitalpolitik und Unternehmenssicherheit Tel.: 030 / 315 10-623 henrik.holst@ berlin.ihk.de FOTO: IHK BERLIN/INES HASENAU Berliner Wirtschaft 03 | 2026 AGENDA | Sicherheit | 12
RkJQdWJsaXNoZXIy MzQwNTQxOQ==