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Flexible Ansätze jetzt nutzen

Die Verbundausbildung bietet die Möglichkeit, branchenübergreifend auszubilden – eine gute Chance für Unternehmen mit krisenbedingten Engpässen.
von Kerstin Josupeit Ausgabe 05/2020

Kundenkommunikation ist Ausbildungsinhalt in gastgewerblichen, aber auch invielen anderen Berufsbildern
Kundenkommunikation ist Ausbildungsinhalt in gastgewerblichen, aber auch invielen anderen Berufsbildern. Foto: Amin Akhtar
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Warum Sie diesen Artikel lesen sollten

  • Auch vor Ausbildungen macht Corona nicht halt.
  • Die Verbundberatung kann helfen, trotz geschlossener Betriebe weiterzumachen.

Die Aus­wir­kun­gen von Coro­na auf die Ber­li­ner Wirt­schaft zei­gen sich zuneh­mend auch in der Aus­bil­dung. In eini­gen Bran­chen wie dem Hotel- und Gast­stät­ten­ge­wer­be oder der Ver­an­stal­tungs­tech­nik geht der­zeit so gut wie nichts. Doch was tun, wenn der Betrieb geschlos­sen und die Geschäfts­tä­tig­keit ein­ge­stellt ist? Hier gibt es ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, eine davon ist die Ver­bund­aus­bil­dung.

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Kers­tin Josupeit
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„Coro­na kön­nen wir nur mit Fle­xi­bi­li­tät und neu­en Denk­an­sät­zen begeg­nen“, ist Sil­ke Rich­ter, Bereichs­lei­te­rin Aus­bil­dungs­be­ra­tung bei der IHK Ber­lin des­halb über­zeugt. „Nicht alle Bran­chen sind glei­cher­ma­ßen betrof­fen. Mit der Ver­bund­aus­bil­dung ver­fü­gen wir über ein moder­nes Tool, das sich auch berufs- und bran­chen­über­grei­fend ein­set­zen lässt.“  

Bei der Ver­bund­aus­bil­dung über­nimmt ein Unter­neh­men die Aus­bil­dungs­in­hal­te, die der aus­bil­den­de Betrieb selbst nicht abde­cken kann. Nor­ma­ler­wei­se stam­men bei­de Betrie­be aus der­sel­ben Bran­che. Das muss aber nicht sein. Häu­fig reicht ein genaue­rer Blick in die Ver­ord­nung des jewei­li­gen Beru­fes, um fest­zu­stel­len, dass Aus­bil­dungs­in­hal­te auf Unter­neh­men ande­rer Bran­chen über­tra­gen wer­den kön­nen.

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So sind Lager­hal­tung und Kun­den­kom­mu­ni­ka­ti­on in gast­ge­werb­li­chen Beru­fen oder kauf­män­ni­sche Inhal­te in vie­len wei­te­ren Berufs­bil­dern ent­hal­ten. Die rele­van­ten Kom­pe­ten­zen kön­nen aber durch­aus in ande­ren betrieb­li­chen Zusam­men­hän­gen, wie z. B. in der Logis­tik, im Han­del oder bei Steu­er­be­ra­tern, von den Azu­bis ange­eig­net wer­den. 

Ver­bund­aus­bil­dung, auch für die Vor­be­rei­tung auf prak­ti­sche Prü­fun­gen, kann eben­so mit­tels digi­ta­ler Ange­bo­te von spe­zia­li­sier­ten Dienst­leis­tern umge­setzt wer­den. Damit kön­nen arbeits­vor­be­rei­ten­de Aspek­te der Aus­bil­dung durch Online-Auf­ga­ben und -Chats mit den Aus­bil­dern abge­deckt wer­den, bevor es an das kon­kre­te Anwen­den von tech­ni­schen Ein­rich­tun­gen geht.  

Für die selbst­stän­di­ge Anbah­nung von Ver­bund­aus­bil­dun­gen steht die Online-Platt­form Marktplatz-Verbundausbildung.de zur Ver­fü­gung. Hier kön­nen sich Unter­neh­men regis­trie­ren, die selbst als Ver­bund­part­ner für ande­re Unter­neh­men zur Ver­fü­gung ste­hen, oder es kann nach Aus­bil­dungs­part­nern gesucht wer­den.  

Die eben­so vom Land Ber­lin finan­zier­te Ver­bund­be­ra­tung unter­stützt ins­be­son­de­re bei der Bean­tra­gung von För­der­mit­teln für die Umset­zung von Ver­bund­aus­bil­dun­gen.

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